Spanisch

Die Weltsprache Spanisch, die von mehr als 350 Millionen Menschen auf dieser Erde gesprochen wird, ermöglicht dem Spanischlernenden Zugang zur Geschichte und Kultur Spaniens und Lateinamerikas mit den unterschiedlichsten soziokulturellen, wirtschaftlichen und politischen Aspekten.

Eine wichtige Aufgabe des Spanischunterrichts ist die Vermittlung der Sprache. Doch erst die Beschäftigung mit den Themenbereichen Landeskunde, Musik und Literatur eröffnet einen ganzheitlichen Zugriff auf das Spanische.

Immer mehr Schulen bieten das Fach Spanisch in ihrem Fächerkanon an. Am Gymnasium Georgianum hat Spanisch bereits eine längere Tradition und kann in verschiedenen Klassenstufen angewählt werden.

Sek I

Seit dem Schuljahr 2008/09 kann Spanisch als zweite Pflichtfremdsprache mit Beginn der Klasse 6 gewählt werden.

Das aktuelle Lehrwerk für die Schuljahrgänge 6 – 10 ist „¡Apúntate!“ aus dem Cornelsen Verlag. „¡Apúntate!“ wird für den umfassenden Kompetenzaufbau verwendet und stellt die Grundlage des Unterrichtsprozesses dar. Es orientiert sich an dem Kerncurriculum Spanisch für das Gymnasium der Schuljahrgänge 6 – 10 (Niedersächsisches Kultusministerium, Hannover 2009): http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc_spanisch_gym_i.pdf)

Klasse 6       ¡Apúntate!  1                                    vierstündig

Klasse 7       ¡Ápúntate!  2                                    vierstündig

Klasse 8       ¡Ápúntate!  3                                    vierstündig

Klasse 9       ¡Ápúntate!  4                                    vierstündig

Klasse 10     ¡Apúntate! Paso al bachillerato   vierstündig

Die grammatischen, thematischen, methodischen und lexikalischen Inhalte ergeben sich aus den Lektionsthemen des Unterrichtswerkes.

Für die Klassenstufe 10 werden neben dem Lehrbuch der Einsatz von Lektüren und Filmen laut KC wesentlicher Bestand des Unterrichts sein. Für die Wiederholung und Festigung relevanter Grammatikbereiche kann auf Zusatzmaterialien zurückgegriffen werden.

Methodenkompetenz

Folgende Teilaspekte werden im Rahmen des Themas geschult: Wortschatzerschließung durch Nutzung sprachlichen Vorwissens (Spanisch als zweite Fremdsprache – Verknüpfungspunkte mit Englisch), globales und selektives Hörverstehen, Erstellen von Vokabelnetzen (verknüpfendes Denken), kreatives Schreiben (Textproduktion verschiedener Textsorten), Sprachmittlung, Erschließung literarischer Texte sowie Sachtexte, Methoden zur Informationsbeschaffung und Quellenauswertung, Präsentationsformen (Referat, Einzelvortrag, Gruppengespräch, Gesprächsführung).

Die im Fremdsprachenunterricht erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse sollen den Schülern ermöglichen, sich in einem spanischsprachigen Land zurecht zu finden, d.h., Alltagssituationen sprachlich zu bewältigen, soziokulturelle Bedingungen zu kennen und zu verstehen.

Kompetenzbereiche

Die folgenden Kompetenzbereiche werden in allen Klassenstufen im Rahmen des Spanischunterrichts geschult:

  1. Hör- bzw. Sehverstehen, Hör-Sehverstehen
  2. Leseverstehen
  3. Sprechen
  4. Schreiben
  5. Sprachmittlung
  6. Medienkompetenz
  7. Interkulturelle Kompetenzen

Medieneinsatz

Alle Jahrgänge verfügen über CD/DVD und Foliensätze zu den Lehrwerken; für die thematisch orientierten Kurse der Profiloberstufe liefert die RAABITS-Sammlung „Spanisch“ sowohl Audiomaterialien wie auch landeskundliches Bildmaterial. Diese Loseblattsammlung wird durch Ergänzungslieferungen stets aktualisiert. Darüber hinaus werden kurze Videosequenzen oder die in den thematischen Schwerpunkten zur Abiturprüfung empfohlenen Filme im Unterricht eingesetzt.

Wörterbuch

Das für den Spanischunterricht verwendete zweisprachige Wörterbuch („PONS Schülerwörterbuch Spanisch“, fester Einband, Klett Verlag, Bestellnummer 3-12-517493-1)

hat einen Umfang von 130.000 Wörtern und wird ab Klasse 6 zur Anschaffung empfohlen. Der Gebrauch des Wörterbuchs sollte durch Einführung der Lautschrift ab Klasse 7 erfolgen.

Ab dem Schuljahr 2015/16, beginnend mit Klasse 8, ist auch der Gebrauch des elektronischen Wörterbuchs (CASIO EW-G560C) zulässig, das neben Englisch, Latein und Französisch auch ein zweisprachiges PONS Wörterbuch Studienausgabe Spanisch und ein einsprachiges Wörterbuch „Diccionario para la Enseñanza de la Lengua Española“ PONS enthält. Dieses Wörterbuch ist im Unterricht und in den Klausuren zu benutzen.

Es wird empfohlen, das Wörterbuch in Klassenarbeiten erst ab Klasse 9 zuzulassen.

Für die Neubeginner erfolgt die Einführung zur Arbeit mit dem Wörterbuch in Klasse 10.

Aus lernpraktischen Gründen soll das zweisprachige Wörterbuch bei den Klassenarbeiten in dieser Klassenstufe keine Verwendung finden.

Das Wörterbuch ist bei Aufgaben zum Hör- bzw. Sehverstehen, Hör-Sehverstehen und Leseverstehen generell nicht zugelassen.

Hausaufgaben

Regelmäßige Hausaufgaben dienen der Vertiefung des Lernpensums. Die Aufgaben können mündlicher oder schriftlicher Art sein. Es muss in jedem Fall gewährleistet sein, dass die Aufgaben im Unterricht gewürdigt werden. Alles Weitere regelt der Hausaufgabenerlass (vgl. RdErl. d. MK v. 22.3.2012).

Sprachförderung

Die Schüler werden bzgl. ihrer persönlichen Lernleistung begleitet, individuell gefördert und beraten. Im Bedarfsfall unterstützt der Förderunterricht in den Klassen 6-7 dieses Anliegen. Ein anzustrebendes Ziel ist die Erlangung der Eigenständigkeit des autonomen Lerners.

Lektüre

In Abhängigkeit von der Anlage des Unterrichts und der Länge des Schuljahres soll ab Klasse 7 eine Ganzschrift gelesen werden. Die Auswahl der Lektüre orientiert sich an der Interessenlage der Lerngruppe und erfolgt nach den Kriterien des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER):

Kl. 7 – Niveau A1,

Kl. 8 – Niveau A2,

Kl. 9 – Niveau A2/B1,

Kl. 10 – Niveau B1/B1+/ oder Originalversion.

Leistungskontrollen und Bewertungsmaßstäbe

Es sind in der Sekundarstufe I vier Klassenarbeiten pro Schuljahr zu schreiben. Die Aufgabenstellung in den vier Klassenarbeiten orientiert sich ausschließlich an dem kommunikationsorientierten Anspruch des Kerncurriculums (Hörverstehen, Leseverstehen, Sprachmittlung, kreatives Schreiben), wobei der Anteil von produktiven zu reproduktiven Aufgabenformaten zu jeweils 50% in die Gesamtbewertung eingeht.

Die Bewertung der freien Textproduktion erfolgt auf der Grundlage der sprachintegrativen Beurteilung.

Der Wortumfang in den Schreibaufgaben soll sich an folgenden Mindestwortzahlen orientieren:

Kl. 6    ≈ 100 Wörter in der 1. Arbeit; 100-120 Wörter in den nachfolgenden Arbeiten,

Kl. 7    ≈ 140 – 150 Wörter

Kl. 8    ≈ 150 – 170 Wörter

Kl. 9    ≈ 190 – 220 Wörter

Kl. 10 ≈ 220 – 250 Wörter

In den Klassen 7 – 9 sollen die Klassenarbeiten etwa 60 Minuten dauern; für die Schreibaufgabe stehen 30 Minuten zur Verfügung. Eine Arbeit soll in der 9. Klasse 90 Minuten dauern.

Da in der Klasse 10 stets zweistündige Klassenarbeiten geschrieben werden, erhöht sich der zeitliche Anteil für die Schreibaufgabe entsprechend.

Bei der Mediationsaufgabe entfällt die Forderung nach einer Mindestwortzahl.

Die produktiven Aufgabenteile der 10. Klasse sollen als Vorbereitung für die Oberstufenarbeit folgende Aspekte beinhalten: resumen, caracterización, comentario. Darüber hinaus ist mit entsprechender Lektüre auf die Oberstufenunterricht vorzubereiten.

Der Lernfortschritt soll darüber hinaus durch Grammatik- und Vokabelteste überprüft werden.

Zur Angleichung an allgemeine Bewertungsmaßstäbe in den modernen Fremdsprachen (hier: Französisch und Spanisch) werden die Notenstufen ab dem Schuljahr 2016/17 wie folgt definiert:

1+        100%                                     4+        59 – 55%

1          99 – 95%                               4          54 – 50%

1-        94 – 90%                               4-        49 – 45%

2+        89 – 85%                               5+        44 – 40%

2          84 – 80%                               5          39 – 30%

2-        79 – 75%                               5-        29 – 20%

3+        74 – 70%                               6          19 – 0%

3          69 – 65%

3-        64 – 60%

Das Aufgabenformat der Sprachmittlung sollte einmal im Schuljahr Bestandteil der Klassenarbeiten sein. Es ist darauf zu achten, dass es zu keinen inhaltlichen Überschneidungen mit anderen Aufgabenteilen kommt. Bei der Sprachmittlung in die Fremdsprache handelt es sich um einen produktiven Aufgabentyp; wohingegen die Sprachmittlung von der Fremdsprache in die Muttersprache reproduktiv ist.

Die Bewertung der Leistung gründet sich auf Ergebnisse der Klassenarbeiten und der sonstigen Mitarbeit. Diese setzt sich zusammen aus der aktiven Mitarbeit im Unterricht, aber auch aus weiteren Überprüfungen von Wortschatz und Grammatik, der Hausaufgabenanfertigung und zusätzlichen Beiträgen (Referate) zu Unterrichtsinhalten. Die Klassenarbeiten gehen zu 40%, die sonstigen Mitarbeit zu 60% in die Gesamtbewertung ein.

Sek II

Ab Klasse 10 kann Spanisch am Gymnasium Georgianum – neben Latein – nochmals als neu einsetzende Fremdsprache gewählt werden. Allerdings ist die Lernprogression, d.h. das Lerntempo, deutlich höher als beim Erlernen der zweiten Fremdsprache: Nach 1,5 Jahren gilt der Spracherwerb als abgeschlossen. Nach dem ersten Halbjahr der Qualifikationsphase (Ende 11.1) sollen die Schüler mit den wesentlichen grammatischen Phänomenen der spanischen Sprache vertraut sein und einen umfassenden Grundwortschatz erworben haben. Der Lernfortschritt wird durch Grammatik- und Vokabelteste kontinuierlich überprüft.

Der Unterricht als neu beginnende Fremdsprache ab Klasse 10 folgt dem verbindlichen Kerncurriculum für das Fach Spanisch in der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien in Niedersachsen ( http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc_spanisch_go_i_maerz12.pdf ).

Der Unterricht orientiert sich am Lehrbuch „A_tope.com“ aus dem Cornelsen Verlag. Von Beginn wird aber auch authentisches Material (Lieder, Fernsehausschnitte, Kurztexte, Internetmaterial etc.) eingesetzt, um zunächst noch kurze (später längere), aber thematisch und sprachlich methodisch zusammenhängende Teilsequenzen außerhalb des Lehrbuches zu ermöglichen.

Die Themeninhalte der Kursstufe (11. – 12. Jg.) sind durch die thematischen Schwerpunkte des Zentralabiturs vorgegeben.

Abitur 2017:

http://www.nibis.de/nli1/gohrgs/13_zentralabitur/jahresuebersichten/za_uebersicht_2017.htm

Abitur 2018:

http://nibis.de/nibis.php?menid=8091

Schüler, die am Spanischunterricht der gymnasialen Oberstufe im vorgeschriebenen Umfang teilnehmen, können Spanisch am Gymnasium Georgianum als Prüfungsfach (eA oder gA) wählen oder ihre fremdsprachlichen Belegverpflichtungen damit abdecken.

Die Anzahl der Klausuren in der Sekundarstufe II ist durch die jeweils gültige Oberstufenverordnung (vgl. §10 Verordnung über die gymnasiale Oberstufe in der Fassung vom 11.12.2011; Ergänzende Bestimmungen Nr. 10.8) wie folgt geregelt: in der Qualifikationsphase (Kursstufe) werden in den Prüfungsfächern pro Schuljahr drei Klausuren geschrieben; ansonsten wird eine Klausur in einem Schulhalbjahr geschrieben.

Neben Textaufgaben sind auch Aufgaben zu dem Kompetenzbereichen Leseverstehen und Sprachmittlung zu stellen. Sie müssen zu 30% – 40% in die Benotung der Klausuren eingehen.

In dem Halbjahr, in dem zwei Klausuren geschrieben werden, gehen die schriftlichen und mündlichen Leistungen zu jeweils gleichen Teilen in die Gesamtbewertung ein. In dem Halbjahr, in dem eine Klausur geschrieben wird, gehen die schriftlichen Leistungen zu 40%, die mündlichen Leistungen zu 60% in die Gesamtbewertung ein.

Für die Oberstufenarbeit ist neben einem einsprachigen Wörterbuch auch ein zweisprachiges Wörterbuch mit 130.000 Stichwörtern vorgesehen, das die Schüler auch in den Klausuren benutzen dürfen.

Stand: 22. August 2016