Überblick – Wir stellen uns vor

Die Fächer evangelische und katholische  Religion werden von Jg. 5 bis 12 durchgehend zweistündig erteilt; die Abiturkurse (4. und 5. Prüfungsfach) sind vierstündig. Für die Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, wird bei Bedarf  “Werte und Normen” erteilt. Die gesetzlichen Vorgaben können auf dem NIBIS-Server eingesehen werden, hier findet man auch die jährlich aktualisierten „Thematischen Schwerpunkte” für die schriftlichen Abiturprüfungen und die „Einheitlichen Prüfungsanforderungen” für das Abitur.

Die katholischen und evangelischen Religionslehrer/innen arbeiten in einem Fachbereich zusammen und planen auch außerunterrichtliche Veranstaltungen vielfach gemeinsam: Neben sozialen Aktionen und Gottesdiensten aus aktuellem Anlass sind das regelmäßig ökumenische Gottesdienste zu Schuljahresbeginn, Weihnachten, Abitur und Schuljahresabschluss sowie Exkursionen zu den Lingener Kirchen in den Klassen 6. Weitere Angebote macht unser Schulpastoral-Team.

Das Fach katholische Religion unterrichten StR Badde, StR’ Beel, StR’ Egbers, StR Fenslage, OStD Heuer, StR´ Hülsmann, StR Höckner, StR G. Koch, StD Kösters, StR´ Kurnei, StR’ Lühle, OStR’ Sander.

Das Fach evangelische Religion unterrichten StR’ Helms, StR Höper, StR‘ Hörnig, StR’ Johanning und OStR Vogt.

 

Fachobfrau Katholische Religion:      OStR’ Stefanie Sander

Fachobmann Evangelische Religion:   OStR Michael Vogt

 

Der direkte Weg zu den Fächern und weiteren Angeboten:

Beispiele unserer Arbeit:

Ein Bischof fast zum “Anfassen”

Ralf Meister von der evangelisch-lutherischen Landeskirche diskutiert mit Lingener Gymnasiasten

von Carsten van Bevern

Bischof Meister 1

Nachwuchssorgen, seine Haltung zur Homosexualität, sein Glaube bis zu seinem Gehalt als Bischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover: Ralf Meister hat sich am Freitag in Lingen viel Zeit genommen, um am Georgianum alle Fragen der Schüler zu beantworten.

2011 hat noch der damalige Leiter vom Georgianum, Heinz Buss, den Bischof der mit rund 2,8 Millionen Mitgliedern landesweit größten evangelisch-lutherischen Landeskirche eingeladen. Jetzt hat es geklappt: Ralf Meister hatte sich einen kompletten Vormittag für seinen ersten Besuch in Lingen Zeit genommen. Und die Fragen vor allem der jüngeren und insgesamt gut vorbereiteten Schüler hätten auch für einen ganzen Tag gereicht.

Mit Motorrad ins Stadion

Thema Nachwuchssorgen: Um junge Menschen für die Kirche zu gewinnen, reicht ein guter Facebook-Auftritt Meister zu Folge nicht aus. „Dauerhafte Beziehungen wie zur Kirche entstehen häufig erst von Angesicht zu Angesicht.“ So habe ein lange krankes Mädchen einmal in einem Jugendgottesdienst allen für ihre Genesungswünsche gedankt. „Aber vor allem ihrer Freundin Franziska, die sie in der Klinik besucht hat. Das hat mich beeindruckt.“ Vieles müsse aber auch von den Jugendlichen selber kommen. „Ich fand Gottesdienste früher auch eher langweilig. Dann haben wir uns mit einigen Jugendlichen zusammengetan und selber Jugendgottesdienste angeboten. Für solche Dinge stellen wir als Kirche gerne Räume und Ressourcen zur Verfügung.“

Seine Haltung zur Homosexualität? „Jede vertrauensvolle Gemeinschaft von zwei Menschen steht unter dem Schutz Gottes. Für diese Haltung habe ich aber schon viele böse Briefe bekommen.“

Und sein Glaube? „Ich bin in einer wenig religiösen Familie aufgewachsen. Es gab aber immer ein kurzes Mittags- und ein Abendgebet. Dadurch bin ich nicht gläubig geworden, dies hat mir aber die Wichtigkeit von Ritualen verdeutlicht.“ Zudem habe das bei den Pfadfindern bei Lagerfeuern, bei Andachten und beim Singen erlebte Gemeinschaftsgefühl seine Entscheidung für den Pastorenberuf gestärkt. „Glaube ist für mich die Begegnung mit Gott im Gebet. Zweitens das Gemeinschaftsgefühl in einer Gemeinde und das Dasein für andere, die Diakonie.“ Und er glaube an eine letzte Gerechtigkeit vor Gott. „Ohne diesen Glauben könnte ich vor dem Hintergrund der furchtbaren Geschehnisse in Syrien, vor Folterei und Mord auf dieser Welt auch manches Mal kaum leben“, betonte Meister, der sich in seiner Freizeit gelegentlich einmal ein Motorrad leiht, etwas mit der Familie unternimmt oder ins Stadion zu Hannover 96 geht.

Bleibt vor dem Hintergrund der laufenden Diskussionen über das Vermögen der Kirchen in Deutschland noch die Frage nach dem Gehalt: Nach B8 besoldet erhält der Landesbischof rund 9000 Euro im Monat. „Netto verbleiben immer noch über 5000 Euro, das ist viel Geld. Ich sehe das aber auch als Verpflichtung und bin Mitglied in sehr vielen Fördervereinen. Als Familie leben wir ganz normal. Das merke ich zum Beispiel beim Familienurlaub, wenn meine Tochter gerne ins Hotel möchte – wir aber in eine Jugendherberge gehen.“

Lingener Tagespost vom 08.02.2014 

20 evangelische Landeskirchen


Bischof Meister 2
 20 lutherische, reformierte und unierte Landeskirchen gibt es in Deutschland – sie bilden seit 1945 die Gemeinschaft der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Ende 2011 waren 23,620 Millionen Menschen oder 28,9 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands Mitglied der evangelischen Kirche – das waren zu diesem Zeitpunkt rund 800000 Gläubige weniger als in der römisch-katholischen Kirche in Deutschland.Ralf Meister studierte Theologie und Judaistik in Hamburg und Jerusalem, 2001 wurde er Propst in Lübeck und 2007 Generalsuperintendent des Sprengels Berlin. 2001 wurde er zugleich zu einem Sprecher des Wortes zum Sonntag in der ARD bestimmt. Ende 2010 ist er als Nachfolger von Margot Käßmann zum Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gewählt worden – diese ist die größte evangelische Kirche in Niedersachsen mit rund 2,8 Millionen Mitgliedern. Zum Vergleich: Im katholischen Bistum Osnabrück leben rund 570000 Gläubige.Von den rund 7,7 Millionen Niedersachsen sind 50,5 Prozent evangelisch und 18,1 Prozent katholisch – im Landkreis Emsland hingegen sind 68,7 der Bürger katholische und 17,7 Prozent evangelische Christen (Stand: 2011). (EKD, Wiki, vb)Diesen Artikel finden Sie unter: http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/449435/20-evangelische-landeskirchen
Lingener Tagespost vom 08.02.2014

JULEICA-Kurs

VoM/ Die Schule hat auch im Schuljahr 2011/12 Schüler/innen  einen Kurs zum Erwerb des Jugendgruppenleiterausweises/ -card (JULEICA) in Zusammenarbeit mit dem  Kirchenkreisjugenddienst des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Emsland-Bentheim angeboten. 31 Teilnehmer nahmen teil. Eine tolle Sache, die auch gern von Unternehmen bei Bewerbungen um Ausbildungs- oder Praktikumsstellen gesehen wird.

Der Kurs wurde am 7. Juni mit einem „Praxistag“ anlässlich eines großen Konfirmandentreffens im Kloster Frenswegen/Nordhorn abgeschlossen. Der Kursleiter Diakon Waldemar Kerstan weist auf einen Film über dieses Treffen hin:http://www.youtube.com/watch?v=DRbLadeJLgk

 

Abiturgottesdienste – ein fester Bestandteil der Abiturfeiern – Ein Beispiel:

Die Feierlichkeiten zur Entlassung der Abiturientia am Gymnasium Georgianum Lingen begannen auch in diesem Jahr traditionsgemäß mit einem Gottesdienst (wir berichteten bereits über die Zeugnisübergabe im Theater).

Im ökumenisch gefeierten Entlassungsgottesdienst in der überfüllten Kirche Maria-Königin hatten die Abiturientinnen und Abiturienten eine Kollekte erbeten, die nun übergeben werden konnte.

Die Abiturientia übergab 1000 EURO, die je zur Hälfte an Bedürftige in Lingen und an Erdbebenopfer in Japan gingen. Die Schülerinnen und Schüler im Vorbereitungsteam unter der Führung von Philipp Leifeld, Marius Keller und Laura Richter bedachten die Diakoniekasse der evangelisch-lutherischen Kreuz­kirchengemeinde  und den Fonds „Familien in Not“ der  katholischen Kirchengemeinde Maria Königin. In Japan erhielt das vom Erdbeben in Japan betroffene Kinder­heim der Thuiner Franziskanerinnen in Ichinoseki die zweite Hälfte der Kollekte.

Die Abiturienten hatten ihren Gottesdienst, der konzeptionell und gestalterisch von ihren Religionslehrkräften Studienrätin Egbers und Oberstudienrat Vogt begleitet wurde, unter das anspruchsvolle Thema „Wissen und Verantwortung“ gestellt. Ausgehend von den Erkenntnissen der Atomphysik hatten sie in fiktiv gestalteten Gesprächen zwischen Lise Meitner und Otto Hahn die Erfolge und Zweifel an den Folgen der nuklearen Forschung, die zum Atomwaffeneinsatz in Hiroshima und Nagasaki führte, herausgearbeitet. In Zitaten aus Philosophie, Naturwissenschaft, Philosophie und Theologie wurde die Spannung zwischen Erkenntnis und Verantwortung sowie Arbeit und Muße im Spiegel der Zeiten aufgezeigt. In dem von Pastor Grimmsmann, Kreuzkirche, und Pfarrer Brandebusemeyer, Maria-Königin-Kirche, geleiteten Gottesdienst wurde die Ambivalenz von Forschungsergebnissen sowie generell  allen menschlichen Lebens herausgestellt. Pastor Grimmsmann stellt dem die unbedingte Zusage der Annahme durch Christus auch im Scheitern menschlichen Lebens gegenüber.  Musikalisch begleitet wurde der Festgottesdienst von Abiturientinnen, dem Unter- und Oberstufenchor unter Leitung von Studienrat Badde, der zugleich auch als Organist fungierte, und dem Georgie´s Gospel Orchestra unter Leitung von Oberstudienrat Bako.