Umweltschule

Georgianum bleibt “Umweltschule in Europa”

Bereits seit einigen Jahren nimmt das Gymnasium Georgianum an dem Wettbewerb zur Umweltschule in Europa teil. Erfreulicherweise konnten wir uns dank unterschiedlicher Umweltaktionen für den aktuellen Projektzeitraum erneut qualifizieren und erhalten somit für den Zeitraum 2013-2015 wieder den Namen „Umweltschule in Europa“.

Die entsprechende Auszeichnung wurde am vergangenen Mittwoch (23. September 2015) von der Landeskoordinatorin Frau Ahlrichs stellvertretend an Leon Daum, Jakob Fließ und Frau Vos im Museumsdorf in Cloppenburg überreicht. Neben der Urkunde erhielt die Schule auch eine Fahne, die bereits im Gebäude C aufgehängt wurde. Zentraler Programmpunkt der Auszeichnungsveranstaltung war der „Markt der Möglichkeiten“, auf dem die einzelnen Schulen ihre Umweltarbeit präsentieren und sich mit anderen Schulen austauschen konnten. Kultusministerin Heiligenstadt nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil und beglückwünschte die Schulen.

Wir hoffen, dass wir uns mit Hilfe vielfältiger Aktionen für den kommenden Projektzeitraum 2015-2017 erneut qualifizieren können.

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Die Urkunde und die Fahne zur “Umweltschule in Europa” wurde von der Landeskoordinatorin Frau Ahlrichs an Jakob Fließ, Leon Daum und Frau Vos überreicht. 

Kultusministerin Heiligenstadt nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil, beglückwünschte die einzelnen Schulen und überzeugte sich von deren Umweltarbeit auf dem “Markt der Möglichkeiten”. Nach der Veranstaltung nahm sich Frau Heiligenstadt Zeit für Fotos mit den ausgezeichneten Schulen. 

Auf dem Foto sind zu sehen (von links nach rechts): Der Regionalkoordinator Udo Borkenstein; Leon Daum, Jakob Fließ und Frau Vos als Vertreter des Georgianums; Kultusministerin Heiligenstadt; Lehrer- und Schülervertreter des Missionsgymnasiums Bardel; Frau Ahlrichs als Landeskoordinatorin

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In der Woche vor der Auszeichnungsveranstaltung pflückte die Umwelt-AG die ersten Äpfel von den Apfelbäumen des großen Biotops, um diese an ihrem Stand auf dem “Makt der Möglichkeiten” anzubieten.

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Der Stand des Georgianums auf dem “Markt der Möglichkeiten” im Museumsdorf. Highlight des Stands waren u. a. die frischen Äpfel des schuleigenen Biotops.

Text: Sandra Vos

Fotos: Ksenia Geier (7d), Udo Borkenstein, Sandra Vos

Das Gymnasium Georgianum als Umweltschule in Europa ausgezeichnet

Die Vizepräsidentin der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Frau Prof. Dr. Gunilla Budde, zeichnete am Montag das Gymnasium Georgianum an der Universität Oldenburg als Umweltschule in Europa aus.

In ihrer Laudatio würdigte die Vizepräsidentin die Projekte der Schule, die in diesem Jahr ihre 7. Auszeichnung erhalten hat. Die aktuellen Handlungsfelder am Gymnasium Georgianum waren im Projektzeitraum 2011-2013:

1. Mensch und Klima [Energie und Klimaschutz (Durchführung Akademieabend, Einrichtung eines Experimentalraumes)]

2. Biologische Vielfalt [Anlage einer Streuobstwiese, Pflanzaktion, Insektenhotel, Nistkastenaktion, Pflegearbeiten an Biotopen]

Das Gymnasium Georgianum Lingen hat die Zusammenlegung mit einer weiteren Schule — dem Johanneum — nicht als Belastung für Ihre Umweltschulaktivitäten gesehen. Die viel breitere Basis von Schülervertretung und Lehrkräften, beflügelte die Schule mit großer Kreativität und Freude zu außerschulischen Kooperationen viele Teilprojekte zum „Klimaschutz durch Energieeinsparung” vorbildlich umzusetzen. Neben der Errichtung eines Solaranlagendisplays in der Mensa, muss vor allem die Konzeption des Akademie­abends zum Thema Energie- und Ressourceneffizienz genannt werden. Durch die Beteiligung der Fächer Biologie, Chemie, Physik, Musik und Kunst wurde gezeigt, was eine fächerübergreifende Umsetzung” von Umweltschulprojekten bedeuten kann. Die lange schulische Tradition der Schulgartenarbeit und Förderung der Artenvielfalt wurde unter anderem durch die Anpflanzung einer Streuobstwiese und dem Bau eines neuen Insektenhotels fortgeführt.

Wir verleihen dem Georgianum heute bereits zum siebten Mal die Auszeichnung „Umweltschule in Europa”.

Das Projekt „Umweltschule in Europa” gibt es seit 17 Jahren. Im letzten Schuljahr haben in Deutschland 660 Schulen daran teilgenommen, davon 359 aus Niedersachsen. Weltweit beteiligen sich über 20.000 Schulen aus 40 Staaten an dem Projekt. Von insgesamt 176 Schulen in ganz Niedersachsen, die sich im Jahr 2011 für die Teilnahme am zweijährigen Projektzeitraum bei „Umweltschule in Europa” entschieden haben, können in diesem Jahr im Schulbezirk Osnabrück 37 Schulen ausgezeichnet werden. “Umweltschule in Europa – Internationale Agenda 21 Schule” zielt auf die Entwicklung umweltverträglicher Schulen und die Förderung der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Themen wie Energie, Wasser und Abfall, Stadtökologie, Gesunde Ernährung, Eine Welt oder Verkehr werden in aktiver Kooperation zwischen Schule, Eltern und außerschulischen Partnern wie Wirtschaft, Kommune, Vereine und Nachbarschaft bearbeitet. Nach einer zweijährigen Mitarbeit im Netzwerk der Umweltschulen können sich die teilnehmenden Schulen um eine Auszeichnung bewerben.

EXPERTENGESPRÄCHE NICHT NUR AM AQUARIUM – LT vom 15.08.2013
Gymnasium Georgianum erneut als „Umwelt-Schule in Europa“ ausgezeichnet

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In jahrgangsübergreifendem Engagement wird nicht nur das Insektenhotel gepflegt. Projektkoordinator Martin Krämer (links) und der Schulleiter des Gymnasiums Georgianum, Manfred Heuer, sind beeindruckt. Foto: Christoph Mansel Lingen. Kunstobjekte im Naturgarten, grüne Klassenzimmer und Hotels für Insekten: Wer sich auf den Weg durch das Gelände des Georgianums macht, sieht, dass es den Titel „Umweltschule in Europa“ zu Recht trägt. „Das ist ein Weibchen. Das sieht man an dem Streifen an der Seite.“ Wenn die Jungs aus der Umwelt-AG des Gymnasiums Georgianum vor ihrem Aquarium fachsimpeln, kommt selbst Lehrer Martin Krämer ins Staunen. „Die haben wirklich Ahnung von dem, was sie tun“, freut er sich über das Engagement der Schüler. Damit ist er nicht der Einzige. „Für uns ist die Umweltthematik mehr als ein Seitenaspekt des Biologieunterrichts“, hebt Schulleiter Manfred Heuer die Bedeutung des Themas für die Schule insgesamt hervor. Sie stelle vielmehr eine Art roten Faden dar und schlage sich in den Lehrplänen der unterschiedlichsten Fächer nieder. Neben Geografie, Wirtschaft und Politik etwa auch im Religionsunterricht. „Hier geht es auch um die Frage einer Umweltethik und darum, wie Wachstum und Ressourcenverbrauch miteinander zu tun haben“, schildert er die Vielgestaltigkeit des Themas. Dies ermögliche es, unterschiedliche Inhalte zusammen zu fügen und diese Form der Betrachtung bei den Schülern zu fördern. Dass ihre Schule damit schon zum siebten Mal in Folge zur „Umwelt-Schule in Europa“ ernannt wurde, freut die beiden sehr. „Diese Auszeichnung gilt unseren Schülern sowie dem gesamten Kollegium“, stellen sie klar. Eine erfolgreiche Arbeit über Jahre hinweg sei nur als gemeinsame Anstrengung möglich. Dabei, so Krämer, gäben die „alten Hasen“, also Schüler aus höheren Klassen, ihre Erfahrungen und Begeisterung an die jüngeren weiter. Sie stünden für Rat und Hilfe zur Verfügung, nicht nur in der praktischen Durchführung, sondern auch in der Kommunikation: „Die Präsentation ihrer Arbeit ist für die Schüler oft ungewohnt. Da hilft es, Erfahrungen zu teilen.“ So würden beispielsweise Inhalte der Schulhomepage oder Stellwände gemeinsam gestaltet. Dass dabei auch persönliche Themen zur Sprache kämen, liegt für Krämer auf der Hand: „Hier sind über gemeinsame Interessen Freundschaften entstanden.“ Diese Bindungen würden dazu beitragen, dass sich viele Schüler langfristig an den Projekten beteiligten. Für Heuer und Krämer macht gerade die Langfristigkeit den Kern dessen aus, was sie unter „Umweltschule“ verstehen. Dabei begreifen sie nicht nur die Jahre der Schulzeit als Horizont: „Das Ziel ist, unsere Absolventen dafür zu sensibilisieren, Verantwortung zu übernehmen. Dabei liegt neben dem Thema Umwelt ein Schwerpunkt im Bereich sozialer Ungleichheit.“ Dass damit ein allseitiger Lernprozess verbunden sei, mache die „Umweltschule“ so reizvoll: „Sie drückt aus, wie wir uns in der Auseinandersetzung mit dem Thema weiterentwickeln“, so der Schulleiter. Dass der damit eingeschlagene Weg weiterverfolgt werde, steht für Krämer und Heuer fest. So wird auch in Zukunft das eine oder andere Expertengespräch nicht nur am Aquarium zu hören sein.