Frankreichfahrt des GGO

29. Mai 2026


Vom 19. bis 23. Mai 2026 hat wieder einmal der Besuch des Georgianums beim EMIJ - Schule für Musik, Improvisation und Jazz - in unserer Partnerstadt Elbeuf sur Seine in Frankreich stattgefunden. Mit dabei waren die Musiker des Georgies Groove Orchestra und der Groovebox sowie Schüler, die sich beim Besuch der französischen Musiker im September 2025 bereiterklärt hatten, Gastschülerinnen und -schüler aufzunehmen.

Mit Frau Lühle als Übersetzerin und natürlich der musikalischen Leitung Herrn Bako – wir hätten uns keine besseren zwei Lehrer für diese Fahrt vorstellen können - ging es am Dienstagmittag los, nachdem einige Schüler am gleichen Tag noch ihre mündlichen Abiturprüfungen abgelegt hatten. Nach 10 Stunden Busfahrt sind wir schließlich etwas erschöpft in der Normandie angekommen, wo wir spätabends freudig von den Gastfamilien und dem EMIJ Young Orchestra begrüßt worden sind. Nach der ersten erholsamen Nacht war dann für 8 Uhr die erste Probe der Georgianer im EMIJ anberaumt... also theoretisch. Nachdem dann alle feststellen mussten, dass nicht nur die deutsche, sondern auch die französische Pünktlichkeit einen gewissen Ruf hat, konnte die Probe schließlich um Viertel nach 9 beginnen und machte allen Beteiligten trotzdem selbstverständlich großen Spaß. Nachmittags sind wir dann mit den Franzosen und deren Lehrer Jean-Sébastien Godéré für eine wohlverdiente Pause zu einem Badesee im nahegelegenen Poses gefahren, wo wir unsere Partnerschülerinnen und -schüler beim Entspannen, Ballspielen, Baden und Tretbootfahren besser kennenlernen konnten, da es für viele ihre erste Fahrt nach Elbeuf zum EYO war. Nach einigen schönen Stunden sind wir dann nochmal zum EMIJ zurückgefahren, um zwei Lieder gemeinsam mit dem EYO einzuüben, was “ungewohnt” war, “weil die Dynamik des EYOs bandintern anders war, als die der unseren, aber es war musikalisch eine wichtige Erfahrung”. Das gemeinsame Spielen hat dementsprechend die ohnehin schon gute Laune aller nochmals verstärkt, sodass wir schließlich mit einem Lachen auf dem Gesicht in die Gastfamilien zurückgekehrt sind.

Tags darauf stand schließlich das erste Konzert an. Früh haben wir uns am EMIJ getroffen, um alle Instrumente zu verladen und zum Salle de Franklin in Elbeuf zu laufen. Nach einigen Komplikationen war alles auf der Bühne aufgebaut und die zweite Probe konnte beginnen, die in eine gemeinsame Mittagspause direkt an der Seine mündete. Gestärkt kehrten wir daraufhin auf die Bühne zurück, um ein pädagogisches Konzert zum Mitmachen für Grundschüler zu spielen, das jung und alt begeistert hat. Die Kinder und Jugendlichen haben die Musik genossen und haben zudem noch Gelegenheit gehabt, mit uns Musikern ins Gespräch zu kommen und die Instrumente kennenzulernen. Auch wir haben sehr viel Spaß gehabt, alles zu zeigen und vom kostenlosen Kuchen zu naschen. Am Ende waren alle sehr zufrieden mit dem Konzert. Musikalisch war der Tag aber noch nicht zu Ende: Einige von uns haben abends noch das Konzert der französischen Jazzkünstlerin Sarah Lenka besucht. Das war sehr interessant und eine echt besondere Erfahrung, das Konzert einer erfahreneren Musikerin selbst live miterleben zu können.

Und auf einmal brach schon der letzte richtige Tag in Frankreich an! Gegen 9 Uhr ist unser Busfahrer – der auch immer die Abiturienten noch zu ihrer Wohnung gebracht hatte und den wir uns nicht besser hätten ausmalen können - mit uns nach Honfleur gefahren, eine Hafenstadt am Meer der Normandie. Schon auf der Busfahrt haben wir beste Laune verbreitet und den Franzosen bekannte deutsche Lieder gezeigt, die sie sehr gut fanden. Am Vormittag hatten wir dann Zeit, die Stadt zu erkunden, welche uns durch ihre Schönheit und gutes Essen überrascht hat. Danach haben wir noch schwüle, aber schöne Stunden am Strand verbracht, bis wir nachmittags letztendlich zurück nach Elbeuf gefahren sind, wo wir nach dem Soundcheck vor dem zweiten Konzert mit einem fantastischen Barbecue-Abend begrüßt wurden. Und das Konzert danach? “Geil!”, war die einstimmige Antwort aller GGO-Mitglieder. Sowohl die Lieder des GGO als auch die des EYO bewegten alle Zuhörer zum Feiern und Mitsingen, getoppt wurde das nur durch die zwei gemeinsam gespielten Songs “Pompeij” und “Viva la Vida”. Zwar etwas erschöpft vom langen und heißen Tag, aber mit nachhaltig großartigen musikalisch geprägten Erinnerungen verabschiedeten wir uns schließlich voneinander.

Und nach einer letzten Nacht und einem letzten Gruppenfoto hieß es dann “Au Revoir”, die Busfahrt zurück nach Lingen stand an. Im Bus gab es dann nochmal Karaoke und selbst gespielte Lieder mit eigener Gitarren- und Bassunterstützung, sodass die 10 Stunden schnell verflogen und nur die Freude über so einen großartigen Ausflug und die Vorfreude auf den Besuch des EYOs nächsten September geblieben sind. Alles an der Fahrt, die Proben, die Konzerte und das Freizeitprogramm zusammen mit den französischen Schülerinnen und Schülern hat sehr viel Spaß gemacht, sodass auch einige neue Freundschaften entstanden sind, sowohl unter uns als auch unter Lehrerinnen und Lehrern. Denn wie der französische Lehrer Jean-Sébastien Godéré schon beim zweiten Konzert gesagt hatte: “La musique rassemble” - Musik verbindet.

Text und Fotos: Jano Gerling und Jonathan Teupen

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