Nach einem einführenden Vortrag zur Erstellung von Apps und einer Vorstellungsrunde inklusive der Vorerfahrungen der Kids aus dem IT-Bereich begannen alle gemeinsam, sich mit einer App-Entwicklung zu beschäftigen. Die App sollte zur Problemlösung dienen: Denn was machen wir, wenn wir keinen Würfel dabei haben, aber Mensch-ärger-dich-nicht spielen möchten? Wir nutzen eine Würfel-App.
Mit der Programmiersprache von Apple und dem Programm Xcode waren wir direkt drin und erstellten einen Button, einen Würfel und einen Zufallsgenerator. Danach teilten wir die Aufgaben weiter auf und bildeten Untergruppen, die sich mit dem Erstellen eines beschreibenden Textes, einem Titel, einem Logo und Bildern beschäftigten. Die Untergruppen lieferten schicke Ergebnisse, die dann zusammengeführt wurden. Durch den Einsatz von KI konnte das Programm dann mit unseren eigenen Ergebnissen verbessert und angepasst werden.
Gemeinsam mit einer KI arbeiten lautet wohl die neue Zauberformel. Denn KI ist weder gut noch böse. Und sie kann, wie wir an diesem Beispiel gesehen haben, sinnvoll genutzt werden: wenn wir denken und uns dann helfen lassen und weiter mitdenken.
Das finale Produkt konnte sich sehen lassen. Alea, was aus dem Lateinischen stammt und die Doppelbedeutung Würfel und Zufall hat, konnte uns beim Mensch-ärger-dich-nicht helfen und sah dabei noch richtig gut aus. Auf den Namen war unsere Jugend-forscht-Beauftragte Anne Doleski gekommen, die sich wie alle anderen begeistert zeigte: „Am besten fand ich, dass wir nicht nur zugeschaut haben, sondern selbst erste Schritte beim Programmieren ausprobieren konnten und gesehen haben, dass Programmieren kein Hexenwerk ist, sondern mit Ausdauer und Mut erlernbar ist.“
Noah Gels studiert mittlerweile Wirtschaftsingenieurwesen und hat ein eigenes Unternehmen gegründet: Cyberforge solutions. "Besonders Spaß gemacht hat es mir, als nachher eigene Ideen von den Schülerinnen und Schülern zu unserem App Projekt entwickelt wurden und sie Logo sowie Hintergrund für die App entworfen haben", freute sich Noah, der früher als Schüler selbst mit ähnlichen Problemen konfrontiert war und sich daran erinnerte.
Noah wird seinen Weg gehen, weil er das tut, was er liebt. Viel Erfolg Noah und vielen Dank für deinen Besuch.
Text und Fotos: Martin Glosemeyer