Mehr als 12 Stunden Tennis – Wenn die Zeit langsamer vergeht

02. Juni 2026


„Da habe ich Gänsehaut bekommen, Papa. Die haben Tennis gespielt wie die Profis“, war Vincent Borg angetan von den Leistungen beim Bezirksfinale von JtfO in Osnabrück. Und wirklich: das Niveau war unglaublich hoch. „Das war deutlich besser als beim letzten Mal“, befand auch Spieler Valentin Hendriksen, der mit sich und der Leistung der Mannschaft trotz der beiden Niederlagen und Platz vier am Ende zufrieden war. Und auch Coach Glosemeyer war nicht enttäuscht. "Wir haben als Team geglänzt, Fair-Play gelebt und waren füreinander."

Das Georgianum reiste mit der Deutschen Bahn an. Bereits um 7.04 Uhr ging der Zug (pünktlich) am Lingener Bahnhof ab. Angekommen in Rheine stieg das Team um und spielte gemeinsam „Stadt-Land-Vollpfosten“, wo sich Vincent als ausgezeichneter Spieler und kreativer Geist erwies.In Osnabrück angekommen konnten die Kids und Herr Glosemeyer beim Spaziergang zur Anlage die vielen Villen beobachten und flachsten: „Auf der Rückfahrt klingeln wir bei der Nummer 11. Wir könnten Pullover und neue Trainingsbälle gut gebrauchen.“

Im ersten Spiel hatten Valentin Hendriksen und Arvid Knebel in den Einzeln keine Chance. Das Gymnasium aus Lohne war einfach zu stark. Hendriksen hatte auch mit seinen nahezu profillosen Schuhen zu kämpfen. „Das war nicht ungefährlich“, kommentierte auch Glosemeyer, der Hendriksen danach mit den Schuhen nicht mehr auflaufen lies, zumal er im Match zwei Mal stürzte. In den Doppel begeisterten Divine Enweonwu und Georg Hofmann, die zwar knapp verloren, aber ihr bestes Tennis zeigten.

Auch die gegenseitige Unterstützung im Team war nach einer kurzen Ansprache von Herrn Glosemeyer endlich da. Da auch Arvid Knebel und Vincent Borg verloren, hieß es im Halbfinale 0:4 aus Sicht des Georgianums. Im Spiel um Platz 3 lief es zwar besser, doch auch hier war die Konkurrenz zu stark. Erneut hatte das Georgianum gegen Zwischenahn-Edewecht das Nachsehen.

Und dann ging alles sehr schnell. Nach dem Erhalt der Urkunde stürmten die Spieler und Herr Glosemeyer zum Zug, der in 10 Minuten abfahren würde. Das Team scheiterte knapp. Unmittelbar vor der Nase fuhr der Zug ab. Und dann kam Teil 2 des Tages. Zunächst hatte die Bahn in Rheine eine Verspätung des Zuges von 45 Minuten angesagt. Das Team chillte bei Decathlon und testete Campingstühle und -zelte. Als die Mannschaft zurück zum Bahnhof kam, war ihr Zug bereits abgefahren. Die Bahn hatte kurzfristig einen Ersatzzug eingesetzt. Nur ohne das Georgianum. Der Folgezug hatte dann wirklich 45 Minuten Verspätung, sodass das Georgianum von Osnabrück nach Lingen knapp vier Stunden brauchte. Die Zeit vertrieb sich die Mannschaft auch wieder mit viel Spaß und ganz viel Lachen. Im Rückblick kommt einem die Zeit so schön lange vor. Viel mehr als 12 Stunden. Und immer wenn das der Fall ist, war es ein Tag, der für immer bleibt.

Ein großes Dankeschön geht an die teilnehmenden Teams, die Organisation durch die Schulbehörde sowie an alle Mitglieder der Mannschaft, die füreinander waren, sich gegenseitig unterstützt und ganz viel gemeinsam gelacht und geflachst haben. Und Gratulation geht nach Lohne. Die Kids drehten das Finale gegen Oldenburg noch und fahren zum Landesfinale nach Barsinghausen. Wir drücken euch alle Daumen, weil ihr toll gekämpft und gespielt habt. Und dabei immer auch den Gegner mit Respekt im Blick hattet. Good luck.

Text: Martin Glosemeyer, Bild: Tennisteam, Martin Glosemeyer