Die Einschulung der neuen Mitschülerinnen und Mitschüler startete mit einem Wortgottesdienst in der Maria Königin Kirche und endete mit der Bekanntgabe des Stundenplanes in den neuen Klassenräumen.
Zu Beginn begrüßte Gemeindreferent Sebastian Wigger die Anwesenden herzlich in seiner Gemeinde. Besonders freue er sich darüber, dass wieder Schüler:innen aus dem 6. Jahrgang diesen Gottesdienst mitgestalten würden. So hätten die Schüler zusammen mit ihren Religionslehrern Frau Hülsmann, Herrn Fenslage und Frau Beel das Thema „Spuren hinterlassen“ für den Gottesdienst ausgewählt und dazu als Symbol "Füße" sichtbar auf dem Boden aufgeklebt.
In einer Hinführung zum Thema griffen die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler das Symbol wieder auf und betonten, dass ihre neuen Mitschüler als vormalige Viertklässler:innen schon auf einem ganzen Wegstück Fußspuren hinterlassen hätten. Nun aber, weil so viel Neues auf die neuen Georgianer zukomme, seien sie sicherlich angespannt. Vielleicht sogar mit etwas Sorge oder Angst vor dem Neuen.
Im darauffolgenden szenischen Spiel formulierte die Spielschar Gedanken, Nöte und Sorgen von ihrem Einschulungstag im letzten Jahr: „Ich war sehr aufgeregt!“ „Ich hatte Angst, dass die Lehrer sehr streng sind!“ „Und vor allem hatte ich vor den Arbeiten Angst!“Aber in der Rückschau, nach einem Jahr am Georgianum, betonten die Schüler: „Aber eigentlich sich die Lehrer hier ganz locker!“ oder „Meine Klassenkameraden haben mir geholfen!“ „Im Ganzen sei es wirklich mega am Georgianum.“
Passend zum Thema Fußspuren trug Herr Fenslage die Geschichte „Spuren im Sand“ vor. Sie handelt von einem Menschen, der zunächst davon überzeugt ist, dass Gott ihn stets begleitet, weil er im Laufe seines Lebens immer zwei Fußspuren im Sand entdeckt. Doch zu den schwersten Zeiten seines Lebens, so stellt er Gott gegenüber fest, sei nur eine Spur zu sehen. Gerade dann, wenn er ihn am meisten gebraucht hätte. Gott aber versichert ihn, dass er ihn nie allein lassen werde. Denn zu der Zeit, als er nur ein Spur gesehen habe, so versichert Gott: „Da habe ich dich getragen.“
Diesen Kerngedanken nahm Gemeindereferent Wiggers in seiner Predigt wieder auf. Jeder kenne doch dieses Gefühl, das Gefühl allein zu sein, niemanden zu haben. Und auch wenn der Mensch in der Geschichte über Gott klage oder mit diesem hadere, so ist doch dessen Antwort verblüffend. So erzähle uns die Geschichte, dass Gott alle Wege mit uns gehe – bei Traurigkeit, in Zeiten der Angst, der Einsamkeit oder der Kraftlosigkeit.
Anschließend trugen weitere Schülerinnen und Schüler ihre Bitten für die neuen Georgianerinnen und Georgianer vor Gott vor: dass sie einen guten Start hätten, dass sie viele Freund fänden oder dass sie eine gute Klassengemeinschaft bekämen.
Nach dem Friedensgruß sprach Herr Wigger den Schlusssegen, bedankte sich bei allen Mitwirkenden und hierbei vor allem bei denjenigen, die mit musikalischen Beiträgen der Veranstaltung einen würdigen Rahmen gegeben hätten – wie Herr Badde an der Orgel oder der Chor des Georgianums unter der Leitung von Frau Kruse. Mit dem Schlusslied „Halte zu mir guter Gott“ verbanden Schüler und Eltern, Paten und Lehrer nochmals ihren Wunsch nach Beistand für den kommenden Lebensabschnitt.
Text & Fotos: Stefan Roters