georgianer fÜr project: help

Mit einer gelungenen Informationsveranstaltung begann am vergangenen Freitag (22. Mai 2015) der Auftakt zur traditionellen Spendensammelaktion am Georgianum, die in Zusammenarbeit mit dem Lingener Verein „project: help“ noch bis zum 5. Juni andauert.

 

Es waren durchaus beeindruckende Zahlen, mit denen die Organisatoren unserer Schule, Frau Egbers, Frau Merscher und Herr Kösters, während der Vollversammlung aller Schüler im Forum des Georgianums aufwarten konnten. So wurden seit 2007 über 30.000 Euro in der alle zwei Jahre stattfindenden Aktion gesammelt.

Genauso wie in den vier Malen zuvor bieten Schülerinnen und Schüler vom 5. – 11. Jahrgang auch diesmal wieder ihren Familien, ihrer Nachbarschaft oder ihrem Bekanntenkreis ihre Arbeitskraft an. Ob Rasen mähen, Einkäufe übernehmen oder Hunde ausführen – Möglichkeiten böten sich dazu viele und vor allem könnten die Schüler dabei auch ihre eigenen Stärken einbringen, wie Herr Kösters betonte. Den zuvor verhandelten Lohn spenden die Arbeitgeber auf Zeit dann der Schule, die die gesammelten Spendengelder komplett an „project: help“ weiterleitet.

Und dass diese Hilfe über die Jahre sehr gezielt und sehr hilfreich ankommt, bewies Frau Greis von „project: help“ mit Fotos und Videos vom Projekt „Immanuel’s Heaven“, einer staatlich anerkannten Privatschule für benachteiligte Kinder in Südafrika. Seien es die neu ausgestatteten Klassenräume, seien es die neu aufgestellten Spielgeräte, das sog. Jungle Gym, oder sei es der neu angelegte Gemüsegarten – all das zeigte eindrücklich, wo und vor allem wem die Spenden zu Gute kamen und zu Gute kommen werden.

In diesem Jahr – so die Mitbegründerin von „project: help“ – werde das gespendete Geld für Schulmaterialien und Lehrbücher, vor allem aber für Lehrerfortbildungen eingesetzt. Denn die Unterrichtenden müssten für die spezielle Förderung der Kinder geschult werden, die oft einen problematischen Familienhintergrund ohne Lebensperspektive hätten. „Die Kinder, egal wie weit sie sind, sollen eine Chance bekommen, selbstständig ihr Leben zu meistern“. Und das könne bedeuten, dass die Schüler dann später zum College gehen, eine Lehre machen oder in einem Job arbeiten.

Als hätte es noch eines letzten Anstoßes zum Mitmachen bedurft, meldete sich überraschend Bubbles Strangman, die Gründerin von „Immanuel’s Heaven“, zur Freude aller Anwesenden per Videokonferenz direkt aus Südafrika. Sie bedankte sich herzlich für die bevorstehende Hilfe und zeigte live die Klassenräume, das Jungle Gym und vor allem ihre Schüler allen Alters.

Konkrete Hilfe für ein konkretes Projekt – so „entsteht durch das Engagement der Kinder gelebte Solidarität mit Menschen, die Hilfe benötigen“, hob Herr Kösters am Ende die Bedeutung der Aktion für die Georgianer selber hervor.

Und so bitten alle Organisatoren und alle Schüler um Unterstützung und hoffen auf eins: möglichst viel Arbeit.

 

Text und Fotos: Stefan Roters.

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Zum Greifen nah – mit Fotos stellte Frau Greis von „project: help“ diejenigen vor, denen schon durch Spenden geholfen wurde.

 

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Ein Foto mit hoher Beweiskraft: hier Jugendliche in Schuluniform, die auf den ersten Mauern der nächsten Erweiterung sitzen.

 

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Herr Kösters konnte durch die Live-Übertragung den Zuhörern zeigen und konkret benennen, was in den Klassenräumen von „Immanuel’s Heaven“ mit den Spenden neu angeschafft worden ist.

 

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Die Mitbegründerin von „project: help“ berichtete eindrucksvoll von den Lebensumständen der südafrikanischen Schüler.

 

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Beeindruckt durch Fotos und Videos folgen die Schüler nachdenklich dem Vortrag von Frau Greis.

 

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Freude und Begeisterung auf beiden Seiten – ein junger Erstklässler aus Südafrika winkt übers Internet allen in Lingen herzlich zu.