Ein Traumtag für die Ewigkeit – Drei Teams bei JtfO Turnen

Dieser Tag wird für viele vielleicht sogar in ewiger Erinnerung bleiben. Drei Teams traten beim Bezirksfinale von JtfO Gerätturnen an und hatten dabei viel Spaß. Ein Erfahrungsbericht.

7.40 Uhr. Es regnet. Einige sind schon da, andere werden noch kommen. Herr Glosemeyer fährt mit dem Fahrrad vor und geht zum Bus. Begrüßung. Was sagen die Gesichter? Anspannung, Vorfreude oder beides? Im Bus geht damit jeder anders um. Der einen ist schlecht, die andere zittert und die dritte fragt ständig etwas nach. Und doch verbindet alle eins: die Nervosität. Ist das eigentlich normal, dass man nervös ist, wenn man sich auf so etwas so richtig freut? Das fragt sich Lehrer Glosemeyer, der relativ entspannt mit seiner Musikbox die Songs „Heute fährt die 18 bis nach Istanbul“, „Final Countdown“ und „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen“ spielt.

8.45 Uhr: Applaus für den Busfahrer und die letzten Worte von Herrn Glosemeyer. Wir sollen immer fair sein. Und wir sollen da rausgehen und Spaß haben. Das ist das Wichtigste im Leben. Das sind seine letzten Worte vor dem großen Tag. Wir gehen in die Halle.

9.00 Uhr: Wir helfen mit beim Aufbauen und wir fiebern dem Event entgegen. Maila geht es nicht gut. Sie klagt über Schwindel und sie bekommt kaum Luft. Frau Beel kümmert sich um sie. Gut, dass wir zu zweit sind, denke ich.

9.15 Uhr: Der Wettkampf der Älteren startet. Unsere Mädels sind aufgeregt. Ihr letzter Auftritt bei JtfO Gerätturnen. Und so lange haben sie so viel geübt. Jetzt gilt es. Es wird nicht alles klappen und es wird auch nicht alles schiefgehen. So viel ist von vornerein sicher. Eins ist eindrucksvoll von der Lingener Schule. Sie feuern sich alle gegenseitig an, machen richtig Stimmung.

9.30 Uhr: Unsere Ältesten beginnen am Schwebebalken. Julie traut sich das Rad und fällt. Sie steht wieder auf und turnt weiter. „Dieser Mut. Woher hat Julie heute Morgen diesen Mut?“, fragt sich Lehrer Glosemeyer. Eindrucksvoll, denkt er und schaut sich alles weiter an. Auch die anderen Mädels überzeugen, auch wenn auch Thea fällt.

9.50 Uhr: Am Boden zeigen die Mädels ihre besten Leistungen. Starke Auftritte, allen voran die wirklich authentisch vorgetragene Kür von Thea Brinker. Doch auch Julie, Hannah und Emily haben alles stark vorbereitet und turnen und tanzen auf den Punkt zur Musik. Sie könnten noch selbstbewusster auftreten und den geforderten Spaß noch mehr in Bewegung umsetzen. Doch kann man Spaß fordern?

10.15 Uhr: Weiter geht es am Gerät Sprung. Einige haben noch nie am Sprungtisch geturnt. Das Georgianum verfügt über ein solches Gerät nicht. Und jetzt zeigt sich wahre Größe. Denn gleich drei der vier Turnerinnen gelingt der Sprung nach ein wenig Übung. Thea, Emily und Ceana sind begeistert und feiern sich gegenseitig. Echte Freude kommt auf, echter Teamgeist entsteht spätestens jetzt.

11.00 Uhr: Maila geht es nicht besser. Wir rufen die Mutter an. Sie soll abgeholt werden. Denn sie bekommt kaum Luft. Frau Beel regelt alles.

11.30 Uhr: Letztes Gerät für unsere Ältesten. Das letzte Gerät für die Laufbahn von JtfO. Es kommt der Stufenbarren. Auch über ein solches Gerät verfügt die Lingener Schule nicht, sodass wir hier nicht glänzen können. Und dennoch verabschieden sich alle mit Bravour. Besonders Emily überzeugt, weil sie trotz langer Pause an dem Gerät kurzfristig einspringt und sogar den Umschwung vorwärts packt.

12.00 Uhr: Umbau in der Halle, aufwärmen der Kleinen. Die Anspannung ist riesengroß. Aber auch die Vorfreude. Jetzt gilt es. Die Konkurrenz aus Melle, Landestützpunkt Turnen, erscheint übermächtig. Maila’s Mama trifft ein und Maila geht es wieder besser. Sie möchte nun doch turnen. Und das gibt etwas Unruhe. Denn Coach Glosemeyer hatte schon Johanna als Nachrückerin bestimmt. Doch er macht die Entscheidung rückgängig. Maila’s Mama fährt wieder nach Hause. Wir sind allerdings froh, dass es Maila wieder gut geht. Sie kommt zum Einsatz und liefert gewohnt starke Leistungen.

13.15 Uhr: Mit etwas Verspätung starten wir beim Stangenklettern. Und überzeugen. Kein Team feuert sich so an. Kein Team feiert sich so. Zumindest fühlt es sich so an. Wir sind voll in unserem Element. Auch die Älteren unterstützen die Kleinen. Ida Humbert und Sonja Alberti betreuen gemeinsam mit Frau Beel und Herrn Glosemeyer die Teams. Und haben viel Spaß. Emma Merswolken und Sophie Heidenreich sind bei den Kampfrichterinnen mit im Einsatz.

14.00 Uhr: Wir turnen an Gerätebahn A. Reck, Boden und Sprung. Beide Teams liefern eindrucksvolle Darbietungen. Besonders Danica Grönniger und Madelon Hibbel glänzen hier. Doch auch die Jungs um Till Schubert und Arvid Knebel, die erst seit ein paar Tagen den Umschwung können, sind begeistert.

14.45 Uhr: Gerätebahn mit Balken, Boden und Barren. Drei Mal B und hier ist Luft nach oben. Die Zehen nicht immer gestreckt, zu wenig gestreckte Haltung und kaum Abdruck beim Abgang am Balken. Auch am Boden passt nicht alles. Die zu wenig ausgeprägte Streckung kostet wertvolle Zähler. Das fällt im Kleinen nicht auf, doch hier sehen die alles. Am Barren macht es vor allem Madelon besser. Sie turnt hoch, mit Körperspannung und alles nach Plan. 5.5. Die Bestwertung für das Georgianum heute (von 6.0).

15.30 Uhr: Gerätebahn C. Schattenrollen, Schattenhockwenden und Synchronkür. Beide Teams überzeugen in Teilen. Kleinere Fehler kosten einige Plätze. Doch zählt das wirklich?

15.45 Uhr: Endlich sind wir durch sagt Diana. Und Herr Glosemeyer wundert sich. Wollten wir nicht Spaß haben und die Momente genießen? Wir freuen uns, wenn es vorbei ist? Ganz verstanden habe ich das nicht. Oder doch? Denn manchmal ging es mir auch so. Nur heute war es anders. An vielen Stellen wirkte es so, als würde die Zeit langsamer vergehen. Ging es den anderen auch so? Nun denn. Nächstes Jahr vielleicht. Dann noch mehr im Moment sein, mehr Spaß haben und mehr genießen. Denn dann, so ist zumindest die Vermutung des Sportwissenschaftlers Csíkszentmihályi, der den Begriff Flow im Sport geprägt hat, bringt man die besten Leistungen.

15.50 Uhr: Standweitsprung. Arvid glänzt und freut sich. Auch Josef, der gestern Abend erst für den erkrankten Heino Seidel eingesprungen ist, liefert starke Leistungen. Auch Till springt richtig weit. Doch unsere beste Disziplin kommt noch.

16.00 Uhr: Der Abschlusslauf. Das Georgianum gewinnt den Staffellauf. „Laufen können wir“, denkt sich Glosemeyer und spricht es laut aus. Madelon glaubt noch an den Sieg.

Ach Leistung 😉. Das Georgianum wird bei den Jungen mit Till Schubert, Arvid Knebel, Josef Krane, Madelon Hibbel und Maila Geerdsen Zweiter und hat noch Chancen auf das Landesfinale (als Nachrücker), die Mädels um Danica Grönniger, Lina Grote, Nele Schaaf, Maja Berling und Diana Schenk belegen von sechs Teams Platz 4. Und die Älteren werden von sechs Teams Sechster. Hierzu gehören nach dem Ausfall von Annett Dannecker Thea Brinker, Julie Leuschner, Emily Alfers, Hannah Barkmann und Ceana Ramaj.

16.15 Uhr: Die Siegerehrung bei den Kleinen. Der Rest sucht danach verzweifelt das Handy von Julie. Ein I-Phone 11. Wir finden es nicht und müssen ohne das Handy zurückreisen. Meine Handynummer lassen wir dort. Einen Tag später findet es der Hausmeister. Julies Mama holt es ab.

16.45 Uhr: Zurück im Bus feiert das Georgianum und hält noch beim amerikanischen Spitzenrestaurant. Und hört wieder Musik. Dieses Mal „We are the champions“ und „Auf uns“. Und alle singen laut mit. Gänsehaut.

Ein erlebnisreicher Tag endet um 18.30 Uhr an der Bushaltestelle in Lingen. Wieder Applaus für den Busfahrer. Und ein Dank von Herrn Glosemeyer ans Team, an Frau Beel und an die vier Trainerinnen Emma Merswolken, Sophie Heidenreich, Ida Humbert sowie Sonja Alberti. Für einen Traumtag. Einen Tag auf uns.

Das Bild des Tages. Eindrucksvolle Bewegungen am Boden. Hier von Julie.
Thea am Balken
Hanna mit einer Kniewaage am Balken
Ab zum Gerät Sprung: der Handsützüberschlag
Ceana turn am Stufenbarren
Freude bei Emily und Julie
Nachdenkliche Blicke bei Thea, die man nur erahnen kann
Umschwung rückwärts. Gekonnt. Sicher. Thea überzeugt am Reck.
Und lässt sich feiern. Emotionen pur
Teil 1 ist beendet und das Team beim Gruppenfoto.
Das Team der WK III
Die Siegerehrung bei der WK III
Ausgelassende Stimmung bei Maila, Nele und Danica
Und auch hier, Entspannung pur nach der Anspannung bei den Größeren.
Die Kleinen turnen am Reck. Danica präsentiert sich stark.
Räder wie aus dem Lehrbuch.
Yeah 😉
Till turnt am Reck. Sein erster Turnwettkampf
Arvid begrüßt die Jury 😉
Nele am Barren
Lina mit einer schönen Standwaage am Balken
Radwende Abgang vom Balken
Radwende Abgang von Till am Balken
Gerätebahn C, hier das Team der Mädchen bei synchronen Schattenhockwenden
Und hier bei der Synchronkür.
Maila auf dem Balken. Gestreckte Haltung. Hohe Wertungen.
Sehr synchron.
Siegerehrung bei den Jungen. Das Georgianum wird Zweiter.
Und die Mädchen werden Vierter.
Zum Abschluss das Gesamtbild bei den Mädchen. Das Treppchen knapp verpasst.

https://www.youtube.com/shorts/u_dSlw1GCuA

https://youtube.com/shorts/Dp8uT98zkKk

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https://www.youtube.com/shorts/RyCctueokso

Autor: Martin Glosemeyer