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Lernen trotz Corona: Volle Schulklassen in virtuellen Räumen

Lingen. Die Klassenzimmer im Gymnasium Georgianum in Lingen sind am Montag gefüllt. Wie? Gefüllt? Die Schulen sind doch geschlossen wegen des Coronavirus. Aber nicht die virtuellen Klassenzimmer im Internet. Online lernen („E-Learing“) heißt die Devise, die Schulleiter Manfred Heuer und sein Kollegium ausgegeben hat.

Dominik Stauber gibt in der Runde einiger Lehrer Erläuterungen zur EInrichtung virtueller Klassenräume und zu möglichen Aufgabenformaten für die Schüler. Foto: Georgianum

Während es in den realen Räumlichkeiten des Gymnasiums an der Kardinal-von-Galen-Straße am Montag in der Tat menschenleer ist, tummeln sich in den virtuellen Klassenräumen des Georgianums jede Menge Jungen und Mädchen, Kinder und Jugendliche. „Und das seit 8 Uhr morgens“, freut sich Schulleiter Heuer über dieses disziplinierte Zeitmanagement der Schüler. 

Denn ausschlafen könnten sie als Alternative zum pünktlichen Unterrichtsbeginn auch und sich dann eben erst im Laufe des Vormittags in den Online-Klassenraum einwählen, um ihre Lernaufgaben zu machen. Die Schülerinnen und Schüler sind nicht an die Unterrichtszeit gebunden. „Ich finde es sehr schön, so zu sehen, dass sie auch von zuhause aus auf diese Lernmöglichkeiten zugreifen“, lobt Heuer.

Digitale Lernumgebung

„I-Serv“ heißt das Stichwort: Die Schüler befinden sich in dieser digitalen Lernumgebung, jeder in dem Raum, den er während dieses Schuljahres besuchen würde – die Fünftklässler sind ebenso für sich wie die künftigen Abiturienten. „Es werden keine neuen Inhalte vermittelt“, erläutert Heuer. Vielmehr gehe es um das Festigen des Unterrichtsstoffes, der bereits vermittelt worden sei.

Entsprechende Lernmaterialien und Aufgaben stellen die Lehrerinnen und Lehrer über die Onlineplattform zur Verfügung. Für Fragen und Rückmeldungen stehen sie unter anderem per Mail zur Verfügung. Wie Heuer betont, haben einige Kollegen „I-Serv“ bereits in ihren Klassen eingesetzt. „Dass die ganze Schule beim E-Learning dabei ist, das ist an diesem Montag das erste Mal“, erläutert der Schulleiter.

Auch für den Server übrigens. Gegen Mittag muss die Schule über ihre Homepage verbreiten, dass ein Zugriff auf „I-Serv“ wegen Überlastung nicht mehr möglich sei. Am Dienstag soll auf der Homepage der Schule eine weitere Information darüber erfolgen,  wie weiter im virtuellen Klassenzimmer verfahren werden kann. „Ihr braucht euch keine Sorgen machen, falls ihr die gestellten Aufgaben wegen dieser technischen Probleme nicht bearbeiten konntet“, heißt es weiter.

Der Server der Schule sei an seine Grenzen gestoßen, erklärt Schulleiter Heuer am Montagnachmittag. „Wir haben  eine E-Mail von IServe bekommen, dass man unsere Kapazitäten erhöht hat.“ Damit auch weiterhin in den virtuellen Klassenzimmern des Georgianums gut gelernt werden kann.

Text: Thomas Pertz

Quelle:
https://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/2017154/lernen-in-lingen-trotz-corona-volle-schulklassen-in-virtuellen-raeumen# (16. März 2020)

IServ überlastet

Lingen, 16.03.2020, 10.02 Uhr

Liebe Schulgemeinschaft,

es ist im hohen Maße beeindruckend zu erleben, welch ein „traffic“ bereits am gestrigen Sonntag auf unserer Lernplattform IServ festzustellen war, aber erst recht am heutigen Montagmorgen festzustellen ist. Als Schulleiter nehme ich mit großer Freude wahr, wie engagiert sich alle angesichts der verordneten Schulschließung verhalten. Dies möchte ich wirklich lobend herausstellen. Zwar ist die Schule geschlossen, doch das Lernen findet weiterhin statt.

Um 8.00 Uhr mussten wir heute morgen feststellen, dass die vorhandene Infrastruktur jedoch für einen so großen Datenaustausch noch nicht ausreicht. Die Leitung zu unserer Schule wie auch die Server stoßen an ihre Grenzen. Dies gilt, nach vorsichtigen Schätzungen der Verantwortlichen, zurzeit für etwa 80% aller Schulen in Niedersachsen. Im Moment ist es wegen der hohen Zugriffszahlen daher nur in einem sehr eingeschränkten Maße möglich, auf den Server von IServ zuzugreifen.

Ich möchte deshalb alle Schülerinnen und Schüler bitten, ihren Zugriff über den Tag verteilt vorzunehmen, um die zur Verfügung gestellten Materialien und Aufgaben herunterzuladen bzw. einzusehen.

Die Kolleginnen und Kollegen möchte ich bitten, erst einmal keine großen Datenmengen hochzuladen und möglichst nur Textnachrichten via E-Mail zu versenden.

Ich bitte um Verständnis, dass bei der außerordentlichen Situation, in der wir uns befinden, das erstmalig breit angelegte eLearning mit solchen Schwierigkeiten beginnt.

Mit freundlichen Grüßen

Manfred Heuer, OStD

Mehr als nur Text – Schauspiel begreifbar gemacht

Zwei ganz besondere Unterrichtsstunden erlebten die Schülerinnen und Schüler der Deutsch-Prüfungskurse am vergangenen Montag (20. Januar 2020) – auf ihrem Stundenplan: das fürs Abitur relevante Drama „Iphigenie auf Tauris“ von Johann Wolfgang von Goethe; erzählt, erklärt und erläutert von Schauspielerin Maresa Lühle. 

Auch wenn ihre letzte Rolle als Iphigenie schon mehr als zehn Jahre zurücklag, wurde schnell deutlich, wie intensiv und genau sich Frau Lühle auf Vortrag und Fragen vorbereitet hatte.

Zunächst berichtet die Mimin davon, dass sie innere Vorbehalte gehabt habe, als sie als festes Ensemble-Mitglied des Wuppertaler Schauspielhauses erfahren habe, dass sie Goethe spielen müsse. Denn Goethe sei immer wahnsinnig textlastig, aber, wenn man anfange, sich mit der Handlung zu beschäftigen, wenn man versuche, den Text auch sinnlich zu begreifen, dann lerne man wie sie Goethe lieben.

Mit der gemeinsamen Text-Erarbeitung im Ensemble habe sich dann für sie die immer drängendere Frage gestellt, wie spiele sie eine solche Frau – mit diesem Schicksal und in dieser verzweifelten Lebenssituation. 

Denn Iphigenie, Tochter des Agamemnon und aus dem Geschlecht der von den Göttern verfluchten Tantaliden, lebt – wie die Wahl-Hamburgerin aus der Handlung erzählt – fern ihrer Heimat Griechenland als Flüchtling auf Tauris, dem Wohnort der Taurier, einem Barbaren-Volk, dessen Schicksal vom König Thoas gelenkt wird. Und obwohl sie als Priesterin – durch Keuschheit der Göttin Diana lebenslang verpflichtet – ein nicht unbedeutendes Amt innehat, leidet sie sehr an Heimweh und klagt, dass Thoas, obgleich „ein edler Mann“, sie durch ihr religiöses Amt „in ernsten, heil’gen Sklavenbanden fest[halte]“ (V.33f). 

Überzeugte nicht nur mit ihrer Gestik, sondern auch mit ihrer Fähigkeit, immer wieder aktuelle Bezüge zwischen der Dramenhandlung und der Gegenwart herzustellen.

Auch wenn Iphigenie über sich selbst lamentiere, dass „sich nicht mein Geist hierher“ (V. 6) gewöhne, so erdulde sie doch alles, wie Frau Lühle feststellt. Und ihr sei es gelungen, das Leben auf Tauris besser zu machen; denn sie habe Thoas dazu bewegen können, die Menschenopfer auszusetzen. Und das allein durch ihre Person, durch ihr Wort und durch ihre Überzeugungskraft. Sie sei zwar aus Sicht von Frau Lühle eine nicht so starke Frauenfigur, doch sie sei zäh. Besonders dann, als der Barbaren König ihr einen Heiratsantrag macht, den sie letztendlich mit dem Schicksal ihrer Familie zurückweist. Und wie sehr habe sie dann wieder einen erneuten Tiefschlag ertragen müssen, als Thoas, der in ihren Gründen gegen eine Vermählung mehr als Ausflüchte sieht, anordnet, das Menschopfer für die Göttin Diana wieder einzuführen. 

Immer wieder sei ihr bei der Erarbeitung von Text und Handlung deutlich geworden, wie bedacht und geschickt Iphigenie ihre Worte wähle. Denn die Griechin müsse ständig überlegen, wie sie sich aus den heiklen Situationen herauskomme. Und eben eine solche Begebenheit sei eingetreten, als zwei Griechen aufgegriffen worden sind. Die Verhaftung dieser nimmt der Taurer König zum Anlass, von Iphigenie nun ihre althergebrachte Pflicht und damit „ein lang entbehrtes Opfer“ (V. 536) für Diana einzufordern. Dadurch, dass einer dieser beiden Griechen ihr Bruder Orest ist, der aufgrund eines Orakels das Götterbild der Diana von der Insel stehlen soll, sieht sie seine Ankunft zunächst als ein weise zubereitetes Geschenk der Götter (vgl. V. 1104) und damit als eine mögliche Wendung ihres Schicksals. Aber als mit Orests Begleiter, ihrem Cousin Pylades, ein Fluchtplan geschmiedet wird, in dem sie Thoas eine Lüge zum Gelingen der Flucht auftischen muss, erkennt sie darin für sich letztlich nicht die Befreiung, sondern eher die fatale Folge der Lüge: „Soll/Nie dies Geschlecht mit einem neuen Segen/Sich wieder erheben?“ (V. 1694f). 

So zeige auch das letzte Zwiegespräch mit Thoas, in dem sie ihm Flucht, Plan und Lüge gesteht, welch ausgeprägte innere Gewissheit Iphigenie in sich trage, dass sie meint, diese Situation mit einem Geständnis zum Guten wenden zu können. Dabei falle auf – so die ehemalige Georgianerin -, dass sie Thoas zum Einlenken bewegen könne. Denn durch ihre Offenbarung lege sie ihr Schicksal und das ihrer Verwandten allein in seine Hände. Dadurch sage sie ihm: Ich respektiere dich so sehr, ich liebe dich fast wie ein Vater; ich möchte von dir, dass du uns in Frieden ziehen lässt. Und Thoas habe schlussendlich erkannt, was für eine besondere Frau Iphigenie sei, dass er den Griechen überraschend die Rückkehr in die Heimat gewährt.

Obwohl Montagmorgen, kam es durch die vorbereiteten Fragen der Oberstufenschüler zu einem Gespräch über Inhalt und Gehalt des Dramas.

Trotz aller Textanalyse – so die gebürtige Emsbürenerin – gehe es bei einem Theaterbesuch vorwiegend um Sinnlichkeit und um die Frage, was das mit einem zu tun habe. Und wenn das Drama an sich auch zeitlos sei, weil es sich um Liebe und Wahrheit, Schuld und Sühne sowie Selbstbestimmung drehe, habe sich dennoch auch für das Wuppertaler Ensemble die wichtige Frage gestellt, ob man das Schauspiel „Iphigenie auf Tauris“ in der Inszenierung zeitlich verorten dürfe. Obwohl einige Regisseure das strikt verneinen würden, habe sich der Regisseur Alexander Schilling in der Produktion aus der Spielzeit 2008/2009 entschieden, einen Aktualitätsbezug herzustellen. Zunächst sei der Ort vom ,Hain vor Dianens Tempel‘ in eine Art Fabrik verlegt worden, an deren Wände Projektionen auf Flüchtlinge, die übers Mittelmeer kommen, verwiesen. Thoas, ja eigentlich ein Barbar, d.h. der griechischen, sprich Iphigenies Sprache nicht mächtig, habe in einer neuen Sprache, einer Art Denglish, gesprochen, die sie als Iphigenie auch habe lernen müssen. Auch die Kostüme seien eigenwillig gewesen; so habe sie im Hemdchen als Symbol der Verletzlichkeit, in Springerstiefeln als etwas Militantes und mit einem Tutu, einem Zeichen für Reinheit, auftreten müssen. Aus der Rückschau betrachtet, würde Frau Lühle heute ihre Rolle anders spielen: so zum Beispiel Iphigenie nicht als launischen Teenie und lieber – wie in den Proben – in einem schlichten Kleid.

Mit dem interessanten Vortrag und durch die zum Teil angeregte Diskussion wurde den anwesenden Oberstufenschülern deutlich, dass sich eine Aktualisierung des Stücks wie durch die ,Modernisierung‘ von Ort, Sprache und Figuren letztlich immer einem unterordnen muss, nämlich das Schauspiel für den Zuschauer auch begreifbar zu machen. Denn das Spiel eines Dramas – das hat die Veranstaltung mit der engagierten und leidenschaftlichen Schauspielerin gezeigt – ist sehr viel mehr als nur die sprachliche Wiedergabe des Textes.

Text und Fotos: Stefan Roters.

Ein Pflänzling aus Dianens Garten als Setzling für den eigenen? – Frau Rolfes überreichte am Ende der Veranstaltung Frau Lühle ein florales Geschenk.

Schülerverzeichnis der Lingener Lateinschule von 1689 bis 1831

Der ehemalige Leiter des Gymnasiums Georgianum, Heinz Buss, hat im Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) sein neues Buch vorgestellt. „Album Discipulorum Scholae Lingensis – das Schülerverzeichnis der Lingener Lateinschule (1689 – 1831)“ lautet der Titel der „Nachrichten vom Lingener Gymnasium Georgianum – Heft 4.

Die Vorstellung des neuen Nachschlagewerkes fand sehr großen Anklang. Darüber freuten sich (v.l.) Hanni Rickling, Vorsitzende des Lingener Heimatvereins, Verleger Georg Aehling, Autor Heinz Buss, Erster Kreisrat Martin Gerenkamp und Schulassistent Reinhard Albers, der Urheber vieler Fotografien im Buch ist.

Die Buchvorstellung fiel mit dem 340sten Jahrestag der am 22. Januar 1680 feierlich eröffneten Lateinschule zusammen. Auf 245 Seiten befasst sich der Autor mit der sogenannten illustren, gehobenen Lateinischen Schule und hat die in Latein verfassten Schülerverzeichnisse in dem seit 1689 geführten Matrikelbuch „Album discipulorum scholae Lingensis“ nach der im Original vorgefundenen Abfolge transkribiert und inhaltlich erschlossen. Sämtliche von den jeweiligen Rektoren handschriftlich verfassten Notizen wurden von ihm entziffert. Die 2024 erfassten Schülerdaten, Namen, Alter, Klasse, Geburtsort, Aufnahme- und Abgangsjahr wurden aufgelistet. Eintragungen wie Fehlverhalten oder Gründe des Abgangs wurden ins Deutsche übertragen. „Welch mühsame Arbeit und zeitaufwendige Detailarbeit damit verbunden war, zeigen unter anderem das alphabetische Personenverzeichnis, die regionale Herkunft der Schüler oder die nach Abschlussjahren geordneten Absolventen“, betonte Georg Aehling in seiner Begrüßung als Verleger der Edition Virgines.

Heinz Buss, ehemaliger Schulleiter des Gymnasiums Georgianum, erläuterte seine Vorgehensweise bei der Transkiption.

In seiner Präsentation erläuterte Heinz Buss die äußeren Rahmenbedingungen und inneren Abläufe der Lateinschule und ging dabei unter anderem auf die dortige Schullaufbahn, aber auch auf die Entwicklung der Schule bis zu ihrer Auflösung und bis zur Gründung des neuen Gymnasiums ein. 

Beginnend mit den Aufzeichnungen des Rektors und Predigers der reformierten Gemeinde, Anton van Bylert (1647-1712), der ab 1689 alle Schüler der Lateinschule differenziert nach den Klassen Prima, Secunda, Tertia und Quarta auflistete, stellte der Autor exemplarisch weitere Schüler-, Promotions- und Einschreibelisten vor. Die meisten Schüler waren beim Eintritt zwischen zehn und zwölf Jahre alt. Nach einer Prüfung entschied der Schulleiter über die Aufnahme und Klassenzuweisung in die Quarta oder Infima. „Die Quarta (Klasse sieben) ist anscheinend eine Vor- oder Eingangsstufe gewesen, die als ein Sammelbecken für alle Neuaufnahmen diente, unabhängig vom Alter“, so Buss.

Aus der nahen Region, aber auch aus fernen Gebieten kamen die Schüler, um in Lingen die Lateinschule zu besuchen.

Die große Einschulungs-Spannbreite zwischen sechs und 30 Jahren erstaunte die gut 100 Besucher im TPZ, dem Gebäude, das 1685 als Seminar errichtet wurde, gedacht als Wohnheim für Schüler und Lehrkräfte. Zu den Senkrecht- und Durchstartern gehörte Arnold Drakenborch aus Utrecht, 1696 als 12-Jähriger in die Tertia (Klasse acht) aufgenommen, nach zwei Jahren in die Prima versetzt, studiert er bereits 1699 als 15-Jähriger an der Universität Utrecht. Heinz Buss berichtete über die Schülerentwicklungen, Examina, Versetzungen und deutlichen Bemerkungen wie „musis parum amicus – zu wenig ein Freund der Wissenschaften“. 

Mit dieser Veröffentlichung erleichtert der Autor den Zugang zu einzigartigen Quellen. Heinz Buss bezeichnet es eher als ein „Nachschlagewerk mit Aufforderungscharakter, tiefer in die Geschichte einer Schule mit ihren Schülern und Lehrern einzusteigen und auch mit Fantasie zwischen den Zeilen zu lesen.“

Hanni Rickling, Vorsitzende des Lingener Heimatvereins, bezeichnete das Buch als „äußerst wichtiges Nachschlagewerk, das für Heimat- und Familienforscher eine unschätzbare Quelle sein wird, und das nicht nur für Lingen.“

Text und Fotos: Johannes Franke

Ist „ES“ zurück? – Tag der offenen Tür am Georgianum

Für die Viertklässler aus der Stadt Lingen und um zu öffnete das Gymnasium Georgianum am vergangenen Freitag (10. Januar 2020) seine Pforten zum Tag der offenen Tür. Durch das breitgefächerte Rahmenprogramm konnten sich die zahlreichen Besucher intensiv davon überzeugen, wie interessant das Unterrichtsangebot unserer Schule ist.

Der Streicherchor unter der Leitung von Herrn Badde eröffnete mit dem Musikstück „Canon in D-Dur“ von Johann Pachelbel die Veranstaltung in der prall gefüllten Aula.

Im Anschluss hieß Schulleiter Manfred Heuer neben den Grundschülern auch deren Eltern und Geschwister herzlich am Georgianum willkommen. Mit ihrem Besuch hätten alle Gäste nun die Möglichkeit, sich besonders über die vorgestellten Unterrichtsfächer, Profile oder Arbeitsgemeinschaften zu informieren, um so schon vielleicht einen Interessenschwerpunkt in den Blick zu nehmen.

Auch Herr Kösters, zuständiger Koordinator für die Veranstaltung, begrüßte alle Anwesenden herzlich und bedankte sich im Namen der Schule besonders bei den Elternvertretern für die routinierte Organisation des Veranstaltungs-Cafés für unsere Gäste.

Nach der Begrüßung bot Schulleiter Manfred Heuer eine Führung durch die Schule an. Startpunkt war der Sportkomplex der Schule – mit großer und kleiner Sporthalle sowie der Schwimmhalle.

Foto: Martin Glosemeyer

In der großen Sporthalle konnten sich Sport-Interessierte durch die vielen Sport-Aktionen an diesem Tag vom breiten Sportangebot des Georgianums überzeugen, wie durch den Auftritt der Turn-AG mit ihrem Programm „Looking at the turnstars“.

Foto: Janis Budde, Schülerzeitung

Mitten im Getümmel – die Mitglieder der DFB-AG.

Unter die Haut ging’s im Fachbereich Biologie, wo die Viertklässler die menschlichen Organe ,begreifen‘ lernen konnten.

Ein kriminalistisches Rätsel war im Fachbereich Chemie zu lösen. Mit einem einfachen Experiment konnte eine allzu plumpe Urkundenfälschung ,wissenschaftlich‘ nachgewiesen werden.

Foto: Janis Budde, Schülerzeitung

Explosive Demonstration von Herrn Fink: Niemals mit einer brennenden Kerze in die Nähe eine Ballons mit unbekannter Füllung, sonst…

Foto: Janis Budde, Schülerzeitung

… entfesselt man Urkräfte.

Eine Probepartie boten die Mitglieder unserer Schach-AG den jungen Gästen an.

Seinen Korb für die Großmutter mit einem spanischsprachigen Textheft eingetauscht, bemerkt das Rotkäppchen nicht die Gegenwart des Wolfs? – Mit einer kleinen Inszenierung des Märchens „Rotkäppchen“ präsentierte sich der Fachbereich Spanisch dem Publikum. 

Mit dem Figurentheater „The Wizard of Oz“ gewährte die internationale Klasse unserer Schule einen Einblick in die Arbeitsweise dieser besonderen Profilklasse.

Denn während aus der ersten Reihe im Publikum Schüler den englischen Text vortrugen, …

… kämpften die jungen Puppenspieler mit dem Umstand, dass just vor Aufführungsbeginn der Käfig für den Löwen zu Bruch ging.

Foto: Judith Lühle

Mit im Angebot des Fachbereichs Französisch – französisch-kulinarische Genüsse und das längste Baguette des Tages in der Länge eines alt-welschen Klafters.

Discipulae et discipuli atque magistra – das waren die zu besetzenden Rollen im lateinischen Sketch, mit dem Schüler aus dem 6. Jahrgang einen Einblick in den Lateinunterricht gaben.

Ein sehr frequentierter Anlaufpunkt – die zentrale Gewinn-Ausgabe der Tombola der AG „Helping Hearts“, bei der sogar Nieten eine Gewinn-Chance hatten.

Die Mitglieder der Cajon-AG unter der Leitung von Herrn Scholz (re.) stellten dem Publikum ihre Fertigkeiten an ihren selbstgebauten Kistentrommeln vor und demonstrierten dabei eindrücklich den unterschiedlichen Eigen-Klang der Cajons.

Mit Nase und Neugier – der Fachbereich Erdkunde präsentierte interessante Modelle zum Anfassen.

Beispiele des methodisch vielfältigen Unterrichts stellte der Fachbereich Deutsch aus: Lapbooks, Faltbücher, die zu einem Thema (hier: zur Grammatik) entstehen, oder … 

einen selbstgestalteten Steckbrief zu Figuren des Jugendbuches „Krabat“ von Otfried Preußler, wie hier zur Figur Tonda, dem Freund Krabats in der Mühle am Schwarzen Wasser.

Mit handwerklicher Druck-Arbeit zu einem praktischen Gegenstand – dieses ,tragende Angebot‘ des Fachbereichs Kunst wurde rege wahrgenommen.

Mit Radierungen aus dem Jahrgang 8 präsentierte der Fachbereich Kunst Arbeiten der Schülerinnen und Schüler nicht nur Köpfe …

… und Stillleben scheinbarer Vergänglichkeit (Leistungskurs 12), sondern auch …

… eine versteckte Warnung: Ist „ES“ zurück?

Text: Stefan Roters; Fotos: Janis Budde, Martin Glosemeyer, Judith Lühle, Stefan Roters.

„Without any fear” – Musikgruppen des Georgianums gestalteten traditionelles Adventskonzert

Nach vielen Vorbereitungen und intensiven Proben beschenkten die Musikgruppen unserer Schule am vergangenen Donnerstag (5. Dezember 2019) ihre Zuhörer in der prall gefüllten Maria Königin Kirche mit neunzig Minuten unbeschwerten Zusammenseins.

Scheinbar ohne Beschwernis vor ihrem ersten Einsatz – die Jüngsten aus der Streicherklasse.
Unter der Leitung von Frau Tilmann-Bürger glänzten die Klassen 5a und 6a unter anderem mit ihrer Interpretation des Lied „Advent“ von Dorothe Schröder.

Durch die musikalischen Darbietungen, die sich in weiten Teilen an das gewählte Motto „Angels Wachting Over You“ anlehnten, zeigten die zahlreichen Sänger und Musiker eine breite Palette des Musiklebens am Georgianum. Dabei erfüllten durchaus gängige und aktuelle Weihnachtstitel den ganzen Kirchenraum, wenn die Streichergruppe Imagine Strings mit stimmgewaltiger Unterstützung von Theresa Nguyen „Everyday Is Christmas“ von Sia vorstellte oder der Chor aus der Mittelstufe „Winter Wonderland“ von Felix Bernard präsentierte.

Imagine Strings und Theresa Nguyen (re.) in Aktion.
Ihren Dirigenten, Herrn Scholz, fest im Blick – preisen die Klassen 6e, 7a, 7b, 7f, 7g und 8a den bewegenden Eindruck einer verschneiten Landschaft.

Die Vorstellung einer tief verschneiten Winterlandschaft griffen sowohl Georgie`s Groove Orchestra (GGO) als auch die Streicherensembles, allesamt bewährte Kooperationsprojekte mit der Musikschule des Emslandes, wieder auf. Das GGO ließ den „Jingle Bell Rock“ von Joe Beal ebenso erklingen wie der Streicherchor, der dazu einen instrumentalen Kontrapunkt setzte.

Das GGO mit einem speziellen Arrangement von „Jingle Bell Rock“ ihres Leiters Herrn Bako.
Bei „Father And Son“ von Cat Stevens, einem der Beiträge unserer Schulband Relics unter der Leitung von Georg Rosen (2.v.li.), unterstützte Herr Bako die Musiker gesanglich.

Das Jugendorchester Emsland und die Streicherklasse brachten zusammen mit dem Streicherchor den „Sleigh Ride To New Haven“ von Doug Spata als konzertantes Ereignis zu Gehör.

Wie gewohnt – souverän und professionell im Vortrag: das JOE unter der Leitung von Herrn Neubauer (re).
Herr Hammer, Musiklehrer von der Musikschule des Emslandes, dirigierte als einer der Leiter des Streicherchors die jüngeren Streicher an unserer Schule.

Einen kontemplativen Gegenpol zur Schlittenfahrt bot schließlich der Streicherchor mit dem „Kanon in D“ von Johann Pachelbel, dem sich chorische Stücke anschlossen: „Heller Stern in der dunklen Nacht“ aus Frankreich, stimmungsvoll vorgetragen von Klassen aus der Unterstufe, oder das konsumkritische Lied „Adventskalender im September“ von Oliver Gies, gekonnt und mit einem Augenzwinkern interpretiert vom CHOR der Schule.

Dem CHOR gelang es unter der Leitung von Herrn Badde (li.), die feine Ironie ihres Beitrages herauszustellen.

Der Oberstufenchor trug mit „Carol Of The Drum“ von Katherine K. Davis von 1941 zur stillen Einkehr ebenso bei wie der Projektchor mit Schülern aus dem achten und zwölften Jahrgang, die mit „Mary, Did You Know“ von Mark Lowry schon das Wunder von der Weihnacht musikalisch vorankündigten.

Einer der ersten Auftritte des Oberstufenchors unter der Leitung von Frau Kruse (re.) – u.a. mit „Shallow“ von Lady Gaga und Bradley Cooper.
Mit „Maria, hättest du geahnt“ unterstrichen der Musikkurs mu 1 und die Klasse 8c in ihrem Beitrag das Wunderbare an der Weihnacht – dirigiert von Frau Jansen (li.).
Schulleiter Manfred Heuer während seiner kurzen Ansprache.
Empfingen ein herzliches Merci vom Schulleiter – die Musiklehrer unserer Schule (v.li.):
Frau Jansen und Frau Kruse, Frau Tilmann- Bürger und Herr Badde, Herr Neubauer und Herr Bako sowie Herr Scholz.

Bevor alle Musiker, Sänger und Zuhörer des Abends gemeinsam mit dem speziell für den Abend arrangierten Weihnachtslied „Happy X-Mas“ von John Lennon und Yoko Ono die adventliche Zusammenkunft beendeten, bedankte sich Schulleiter Manfred Heuer bei allen musikalisch Aktiven herzlich und verwies mit dem Liedtext des Schlussliedes auf jene Verheißung, dass wir auf die Ankunft dessen warten dürfen, der uns Heil und Frieden bringe. Und diese sichere Zusage gelte allen: „for weak and for strong, for rich and the poor ones”. Den Lied-Refrain zitierend, wünschte der Schulleiter allen Anwesenden und ihren Familien ein schönes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr: „Let`s hope it’s a good one, without any fear“.

Text und Fotos: Stefan Roters.

Informationsabend für Eltern am Dienstag, dem 03.12. (Ausweichtermin: Montag, 02.12.)

Das Georgianum lädt am Dienstag, dem 3. Dezember, um 19.00 Uhr  alle Eltern und Erziehungsberechtigten, die im Sommer 2020 an der Aufnahme ihrer Kinder in die fünfte Klasse des Gymnasiums interessiert sind, zu einem Informationsabend in die Aula der Schule ein. Diejenigen, die am Dienstag verhindert sind, laden wir zu unserem Ausweichtermin am Montag, dem 02.12., um 19.00 Uhr ein.

Unsere Gäste erhalten an diesen Abenden u.a. Hinweise darüber, wie der Übergang zum Gymnasium gut gestaltet werden kann, Informationen über Profilklassen, bilinguale Sachfachangebote und über Unterrichts- und Erziehungsprinzipien, die zu einer guten Schulgemeinschaft führen. 

Georgianum lädt zum Adventskonzert in Maria Königin ein

Zu einem vorweihnachtlichen Konzert lädt das Gymnasium Georgianum am Donnerstag, den 5.12.2019, ab 18 Uhr alle Musikinteressierten herzlich ein. Die zahlreichen Musikgruppen des Georgianums stellen in der Kirche Maria Königin ihrem Publikum das Ergebnis ihrer intensiven Probenarbeit der letzten Monate vor. Unter dem Motto „Angels Watching Over You“ präsentieren Streicher und Sänger, die Bands und die Solisten ihre musikalischen Beiträge zum Advent und zum bevorstehenden Weihnachtsfest. 

Dabei dürfen sich die Zuhörer auf Klassisches freuen, wie den Marsch aus Händels „Judas Maccabaeus“ oder wie die Evergreens „Winter Wonderland“ von Felix Bernard und „Happy X-Mas“ von John Lennon. Die zahlreichen Sängerinnen und Sänger in den Chören des Georgianums präsentieren beispielsweise mit „Carol Of The Drum“ von Katherine Davis oder „Adventskalender im September“ von Oliver Giese Nachdenkliches und Heiteres als ihre Beiträge. Konzertantes bieten der Streicherchor der Schule und das Jugendorchester Emsland mit „Sleigh Ride To New Haven“ von Doug Spata dar. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Handgemachte Musik nun digital unterstützt – Veranstaltungstechnik-Workshop am Georgianum

In einem dreistündigen Workshop am vergangenen Freitag (22. November 2019) sind die Lehrerinnen und Lehrer des Fachbereichs Musik sowie Schüler der AG RadioJoh in die neue Veranstaltungstechnik eingeführt worden.

Herr Graupner (v. re.) und Herr Rosen erklären Herrn Neubauer sowie Justus Herbrüggen und Maximilian Eckhard (beide AG RadioJoh) die zahlreichen Wahl- und Einstellungsmöglichkeiten der neuen digitalen Steuerung.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung hat die Fachschaft Musik ein Digitalpult angeschafft, das nun zum ersten Mal im anstehenden Adventskonzert eingesetzt werden soll. Dieses digitale Pult, das mit einem IPad gekoppelt ist, eignet u.a. besonders dazu, bereits vorgenommene Einstellung der jeweiligen Ensembles wie Band, Chor oder Orchester zu speichern, jederzeit wieder aufzurufen und ggf. zu modifizieren. Das Tablet bietet dabei die Möglichkeit, dass sich der Techniker leichter in der zu bespielenden Location bewegen kann. 

Mit Georg Rosen, Bandleader unserer Band „Relics“, und Michael Graupner erklärten sich zwei versierte Veranstaltungstechniker bereit, das umfangreiche und detaillierte Handbuch zum Digitalpult auf das Wesentliche herunterzubrechen, den Workshop-Teilnehmern verständlich zu erläutern und auf die Konzertanlässe am Georgianum praxisnah anzuwenden.

Text und Foto: Stefan Roters.

VORLESEWETTBEWERB 2019 – Botschafterin des Lesens ermittelt

Dem Aufruf des bundesweiten Vorlesewettbewerbes, Bücher durch gekonnten Vortrag erlebbar zu machen, folgten vier Schülerinnen und ein Schüler aus dem 6. Jahrgang unserer Schule. Sie trafen sich am vergangenen Mittwoch (20. November 2019) zum Schulentscheid im Vorraum der Mensa, um sich einer Jury zu stellen.

Zum Abschluss ein gemeinsames Foto der Teilnehmer mit der Jury: (v.l.) Hennes Kollenberg (6c), Mona Ginten (6a), Frau Egbers, Emma Kohl (6b), Herr Lüken, Leiter der Stadtbibliothek Lingen, Leni Storm (6d), Frau Dr. Rolfes, Franziska Bebaum (6e), Frau Stein-Schleicher, Paulina Degenhardt, Vorjahressiegerin und Jury-Mitglied, und Frau Lux.

Leni Storm (6d) heißt die Schulsiegerin des diesjährigen Vorlesewettbewerbs unserer Schule. Sie konnte im Schulentscheid u.a. durch ihre flüssige und ausdrucksstarke Leseweise die Jury in beiden Durchgängen überzeugen und setzte sich gegen Mona Ginten (6a), Emma Kohl (6b), Hennes Kollenberg (6c) und Franziska Bebaum (6e) durch. 

Herr Lüken überreichte Leni die Siegerurkunde und damit die Berechtigung, am Kreisentscheid teilzunehmen.

Anfang Februar 2020 wird Leni unsere Schule als Botschafterin des Lesens beim Kreisentscheid in Lingen vertreten. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg, Leni! 

Text: Britta Rolfes, Fotos: Stefan Roters. 

On schoolstage – GGO und Relics beim Altstadtfest

Wie in jedem Jahr durften die Schulbands Relics und Georgie´s Groove Orchestra wieder im Rahmen des Altstadtfests spielen. Gemeinsam mit Franci´s Finest, der Schulband des Franziskusgymnasiums, haben die Sektionen der Kivelinge am Amtsgerichtshof ein Bandstand unter dem Namen Schoolstage ins Leben gerufen. Für einige der beteiligten Musiker war es sichtlich bereits Routine auf einer öffentlichen Bühne zu stehen und nach einem professionellen Soundcheck einen gelungenen Auftritt abzuliefern, für die Neuzugänge hingegen war es mit Sicherheit ein Erlebnis der besonderen Art. Relics spielte unter Leitung seines Bandleaders Georg „Shorty“ Rosen in folgender Besetzung: Schlagzeug – Paul Melle, Cajon – Mats Rolink und Ayali Rahmah, E-Piano – Tilo Enneken, Bass – Oskar Heskamp, Gesang – Josin Elisa Beel, Jehona Aliji und Selma Holle. Acoustik Gitarre – Georg Rosen. Die aktuelle Besetzung des GGO´s wurde – sehr zur Freude von Tobias Bako – von vielen Ehemaligen unterstützt, die für den „satten“ GGO-Sound und die lockere Stimmung auf der Bühne sorgten.

Relics mit Bandleader „Shorty“ Rosen und den Sängerinnen Jehona, Josin und Selma im Vordergrund.
Subjektiver Blick aus der Sicht der Musiker auf den sich allmählich füllenden Platz am Amtsgerichtshof .
(v. li. n. re.): Die Gitarristen Moritz und Noah, dahinter etwas verdeckt Oskar, daneben die Sängerinnen Mil, Janina und Mareike.
Die Bläsersection des GGO (v. re. n. li.): Lena und Luisa am Saxophon, Marina, Paula, Marlen und Eva an den Querflöten, Alex Neubauer (Trompete), dahinter Till am Kontrabass.
Die Sängerinnen des GGO (v. re. n. li.): Maria, Mil, Mareike, Janina und Clara sowie verdeckt (von seinen Haaren) Mo Eckholt an der Gitarre.
Die Sängerinnen des GGO in Aktion (v. li. n. re.): Janina, Theresa, Clara, Mareike, Maria und Jana.

Text: Tobias Bako, Fotos: Stefan Roters.

Gelungene Begegnung im Rahmen eines internationalen Schüleraustauschs

Unter der Leitung von Frau Leonie Steinberg besuchten neun Austauschschüler der Organisation YFU (Youth-For-Understanding) am 22.8.2019 das Gymnasium Georgianum.

Die Schülerinnen und Schüler (s.o.) aus den USA, Kanada, Türkei und Estland, die einen dreiwöchigen Orientierungs- und Sprachkurs in Baccum absolvierten, nutzten die Gelegenheit, um durch die Teilnahme am Oberstufenunterricht einen ersten Eindruck von einer deutschen Schule zu gewinnen.

Hierbei nutzten sie die Gelegenheit, am Georgianum nicht nur herkömmlichen Englischunterricht, sondern auch englischsprachigen Unterricht in anderen Fächern besuchen zu können. Schnell entstanden angeregte Gespräche zwischen Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Nationen. Nachdem sie sich in den Kursen ausgiebig kennengelernt hatten und über das jeweilige Schulsystem sprechen konnten, wendeten sich ausländische und deutsche Schüler gemeinsam Unterrichtsinhalten zu. Sie diskutierten beispielsweise literarische und politische Fragen und analysierten gemeinsam Szenen verfilmter Literatur. Sowohl die Schüler des Georgianums als auch deren internationalen Gäste zeigten sich begeistert von der Möglichkeit, einander näher kennenzulernen und Einblicke in politische und kulturelle Gegebenheiten anderer Länder zu gewinnen.

Reges Interesse zeigten die deutschen Oberstufenschüler an Informationen zur Organisation YFU, die für das internationale Schüleraustauschprogramm verantwortlich war.  Diese Informationen für Schüler oder mögliche Gastfamilien finden sich auf folgender Homepage:  https://www.yfu.de/.

Text und Foto: Elisabeth Kruse, Manfred Heuer

Nur miteinander – Gottesdienst zur Einschulung des fünften Jahrgangs

Zusammen mit ihren Eltern und Großeltern, Paten und Geschwistern begann für die neuen Fünftklässler unserer Schule am vergangenen Freitag (16. August 2019) mit dem Eintritt in unsere Schulgemeinschaft ein neuer Lebensabschnitt. Wie es schon zur guten Tradition am Georgianum gehört, startete die Einschulung zunächst mit einem ökumenischen Wortgottesdienst und endete schließlich mit der Bekanntgabe des Stundenplanes in den neuen Klassenräumen.

Eine beeindruckende Kulisse – eine vollbesetzte Maria Königin Kirche

Zu Beginn des Wortgottesdienstes begrüßt Pastor Antony (Maria-Königin Gemeinde), auch im Namen seiner Mitzelebrantin Pastorin Mühlbacher (Trinitatis-Gemeinde) alle Anwesenden und freut sich, dass er wegen der vielen Leute sicherlich bald die Kirche anbauen müsse. Es sei schön, dass alle da seien, vor allem, um die Kinder unter den Segen Gottes zu stellen.

In ihrer hinführenden Ansprache verwies Frau Nottbeck, neben Frau Egbers verantwortliche Lehrerin im Vorbereitungsteam, auf die unterschiedlichen Gefühle und Gedanken, die einem solchen Neuanfang innewohnen würden. Da vermischten sich Vorfreude mit einem leichten Bauch-Kribbeln und Hoffnung mit feuchten Händen zu drängenden Fragen: Wo stelle ich mein Fahrrad hin, von welchem Gleis fährt noch mal der Zug Richtung Emsbüren? Mit wem komme ich in eine Klasse? Es sei immer spannend, neue Gesichter kennenzulernen und eine neue Gemeinschaft zu erleben, die heute ihren Anfang nehme. Und dabei dürfe einer nicht fehlen, und das sei Gott.

Zum Thema Gemeinschaft präsentierten vier Schülerinnen und ein Schüler (s.o.) aus dem 6. Jahrgang – in Anlehnung an die Lesung aus dem 1. Korintherbrief (1 Kor 12, 12-22; 26-27) – ein Anspiel, in dem sie ihren neuen Mitschülern ein Streitgespräch zwischen den menschlichen Organen vorstellten: Welche Glieder bzw. welches Organ des Körpers soll den Vorzug vor den anderen bekommen? Das Auge, das den Fuß führt? Oder doch der Fuß, der letztlich alle trägt? Auch Ohr, Mund und die Hand beanspruchen lautstark fordernd ihre Eigenständigkeit. Erst als das Herz ins Gespräch eingreift und zur Vernunft aufruft, wird allen deutlich, nur zusammen kann etwas erreicht werden. Denn jeder, sowie er auf seine eigene Art und mit seinen besonderen Gaben gemacht ist, ist wichtig für unsere Gemeinschaft. Nur im Miteinander könne sie gut existieren.

In der sich anschließenden Predigt nahm Pastorin Mühlbacher (s.o.) den Disput der Organe wieder auf und gab zunächst einen Einblick in den Zustand der noch jungen Christen-Gemeinde in Korinth. Dort seien viele Menschen zusammengekommen – Juden, Heiden aus verschiedenen Schichten und Kulturen. Nun vereint zu einer Gemeinde, hätten die Gemeindemitglieder Paulus um Hilfe gebeten, die Streitigkeiten zu lösen. Und seine Antwort, dass die Gemeinde ein Leib sei, der aus verschiedenen Teilen bestehe, sollte den christlichen Korinthern deutlich machen, dass jeder etwas dazu beitragen müsse, dass Gemeinschaft nur miteinander gelinge.

Und was für Paulus` Briefadressaten gelte, lasse sich auch auf die Schule, auf die neuen Klassengemeinschaften übertragen: Jede und jeder müsse dazu beitragen, dass das Ganze funktioniere. Jeder sei wichtig; und jeder brauche den Anderen! Gemeinsam seien alle stark.

Pastor Antony und Frau Nottbeck trugen gemeinsam mit Schülern des Vorbereitungsteams ihre Fürbitten vor Gott.

Beim Vaterunser macht sich eine erste Entspannung im gesamten Vorbereitungsteam breit. (erste Bankreihe, v.l.): Frau Egbers und Schüler aus den Klassen 6b, c und d.

Nach dem Schlusssegen und dem Schlusslied machten sich die Fünftklässler mit ihren Verwandten auf dem Weg zur neuen Schule.

Auf dem Campus des Georgianums begrüßte Schulleiter Manfred Heuer unsere neuen Schüler und die Gäste herzlich.

Bevor die Neu-Georgianer von ihren Klassenlehrern in ihre neuen Klassen geleitet wurden, begrüßte der Chor mit „Head above Water“ und „Uncover“ die Neu-Ankömmlinge stimmungsvoll. Und am Klavier: Chorleiter Johannes Badde, der auch während des Wortgottesdienstes an der Orgel die Einschulungsfeier musikalisch begleitete.

Text und Fotos: Stefan Roters.

Am Anfang war die Neugier! – thematisch breitgefächerter Akademieabend im Forum

Zur 15. Ausgabe des traditionellen Akademieabends luden die Schülerinnen und Schüler aus dem sog. „Drehtür-Modell“ im Juni 2019 wieder Verwandte, Mitschüler und Lehrer ins Forum unserer Schule ein.

In der knapp zweistündigen Veranstaltung präsentierten die „Drehtürer“ ihrem Publikum mit Stellwänden und Vorträgen interessante und zum Teil auch sehr aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft.

Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch Schulleiter Manfred Heuer erläuterte Herr Zerman als verantwortlicher Lehrer die bewährte Grundstruktur des Abends. Denn neben den Präsentationen mit insgesamt 20 Vortragenden gebe es auch diesmal wieder Stellwände, die gleichwertig wie die Vorträge das Endprodukt einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema darstellten. Die zehn Schülerinnen und Schüler hätten sich ebenso wie Referierenden tief eingelesen, Wesentliches er- und anschaulich aufgearbeitet: Sei es die Bedrohung der Pressefreiheit durch autoritäre Regime oder die Verschmutzung der Weltmeere durch die zunehmende Vermüllung, sei es die Legalisierung von Cannabis oder die Haut als Spiegel der Seele, seien es das Thema „Zero Waste“, die indogermanischen Sprachen oder die Fundamente der Montessori-Pädagogik wie „Learning by doing“.

Die Moderation des Abends übernahm Jasmin Kühn, die die einzelnen Präsentationen ankündigte.

Und gerade auch die acht Vorträge des Abends waren diesem Grundsatz der italienischen Pädagogin verpflichtet. Denn dieses ,Lernen durchs tätige Tun‘ – so wurde es für die Zuschauer offenkundig – musste sich bereits auf den Ebenen der Planung und Entwicklung im Vorfeld vollzogen haben: Klare Fragestellung mit pointierter These und kohärenter Gliederung – all das gehört genauso zu den wohltuenden Selbstverständlichkeiten des Akademieabends wie die schlichte visuelle Umsetzung des Referats mittels digitaler Werkzeuge. Diese immer wieder zielführende Schlichtheit unterstützte – wie bereits erwähnt – eine thematische Vielfalt, mit der die Vortragenden ihr Publikum überraschten: Zahnspangen, die Männerdominanz in den Naturwissenschaften, das CERN, der D-Day, der Brexit, die private Raumfahrt, der Schlafmangel und die Urheberrechtsreform der EU.

Sandra Brüggemann (li.) und Eve Gerling gingen in einem Teil ihres Vortrages der Frage nach, warum der moderne Mensch überhaupt Zahnspangen brauche.

Julian Köllen (li.), Susanne Berndt und Lennard Emmerich stellen die Vorteil der privaten Raumfahrt in den Mittelpunkt ihres Referates.

Unabdingbar wichtig für ihr Thema Schlafmangel war die Erläuterung der menschlichen Schlafphasen (v.li.: Viktoria Tuppek und Lara Heidenreich).

Daja Iserlohe (li.) und Maria Serpe erklärten die Hintergründe und aktuellen Entwicklung beim Brexit.

Mit der CERN, dem Conseil européen pour la recherche nucléaire, beschäftigten sich (v.li.) Marian Mülder, Benedikt Krieger, Mika Schonhoff und Carolin Fischer und gingen der Frage nach, inwieweit die Forschung mit diesem Teilchenbeschleuniger die Menschheit voranbringe.

Ihr Vortrag – ein Statement gegen die Männerdominanz in den Naturwissenschaften! (v.li.: Jaira Hibbel, Tamara Kaminski).

Das Gedenken an die Landung der Alliierten in der Normandie im Juni 1945 nahmen Jarne von Westen (li.) und Janis Budde zum Anlass für ihren Vortrag, der der Leitfrage nachging, ob nach einem Scheitern eine Wiederholung der Landungsoperation möglich gewesen wäre.

Den in den letzten Monaten heiß diskutierten Artikel 13 der EU-Urheberrechtsreform stellten (v.li.) Laura Sadykov, Pia Lambers und Kim Merforth in den Fokus ihrer Überlegungen.

Alle im tiefsten Wortsinn ,Urheber‘ ihrer Vorträge zeigten sich ihrer Selbst und inhaltlich so sicher, dass die Zuhörer sie mit einem langen und herzlichen Applaus am Ende der Veranstaltung bedachten. Und sie honorierten damit zurecht diesen ersten sicheren Schritt der Schülerinnen und Schüler aus ihrer schulischen Komfortzone. Sie zollten so aber auch ihre Anerkennung für das ehrliche Interesse aller Referenten am eigenen Vortragsthema, das nur auf eins fußen konnte – auf Neugier von Anfang an.

Text und Fotos: Stefan Roters.

Des Lebens Schmerz – Musical-Besuch mit bewegenden Eindrücken

Zur alljährlichen Musical-Fahrt machten sich am vergangenen Donnerstag (13. Juni 2019) 44 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Herrn Neubauer auf den Weg nach Hamburg zum Stage Operettenhaus – auf dem Spielplan ein Musiktheaterstück besonderer Güte: „Tina – Das Tina Turner Musical“.

Gemeinsames Gruppenfoto am Aufführungsort vor dem Stage-Theater am Spielbudenplatz. 

 

Nach der Ausgabe der Tickets ging’s hinein. 

Von Beginn an fängt die bewegend dargestellte Lebensgeschichte von Anna Mae Bullock, geboren in Notbush (Tennessee), den Zuschauer ein, zieht ihn schon allein durch das reduzierte, aber optisch sehr ansprechende Bühnenbild hinein in den Lebenslauf der Sängerin, die unter ihrem Künstlernamen Tina Turner weltbekannt geworden ist.

Die Handlung dieses Musicals spannt dabei den Bogen über zentrale Lebensstationen der Sängerin hin zum Beginn ihrer zweiten Karriere zu Beginn der 1990er Jahre. Ob als junge und singfreudige Tochter eines Baptisten-Diakons, ob als Backfisch in der Großstadt oder als Lead-Sängerin in der Musikgruppe ihres späteren Ehemannes Ike Turner – immer wieder bricht sich das Schicksal mit seinen irren Wendungen Bahn in ihr Leben. So verlassen zunächst die Mutter und dann der Vater sie, sodass sie von ihrer indianischen Großmutter großgezogen wird. Später als junge Frau nimmt sie an einem Gesangswettbewerb teil, der ihr die Chance gibt, in der Band ihres Mannes ihr Gesang-Talent zu beweisen. Doch in den 15 Jahren der Beziehung bis zur Scheidung tritt der eklatante Widerspruch zu Tage zwischen der Schein-Fassade des Musikgeschäftes und dem kalt-realem Leben – mit ihren zwei Kindern, mit ihrem gewalttätigen Mann und mit ihrem Drogenkonsum, der in einen Suizid-Versuch mündet. So am Boden – den Mann verlassend und ihre (künstlerische) Freiheit durch die Scheidung teuer erkauft – startet zu Beginn ihres vierten Lebensjahrzehnts ihre zweite Karriere in London mit der Aufnahme ihres Albums „Tina – What’s Love Got to Do with It?“, das sie letztlich zum gefeierten Weltstar macht.

Dass dieser Weltstar in diesem einzig vom ihm autorisierten Musiktheater zuweilen so schonungslos sein Leben dem Publikum offenlegt, erstaunt den Betrachter. Seien es die handgreiflichen Auseinandersetzungen mit Ike, sei es der Drogenkonsum, sei es das schwerwiegende innere Zerwürfnis mit ihrer Mutter, sei der Kampf gegen das rassistische Schubladendenken ihrer Zeit, sei es Kampf mit sich selbst – all das wirkt authentisch und wird dem Musicalfreund so eröffnet, dass es ihn im Innern mitnimmt, mitzieht, dass es ihn mitreißt. Und es muss ihn unausweichlich mitreißen, nicht allein, weil Tanz und Gesang so exzellent sind, sondern auch, weil die berühmten Welthits von Tina Turner mit schönen, wenn nicht genialen deutschen Texten präsentiert werden – gerade bei den langsamen Stücken, besonders bei den wichtigen Lebensentscheidungen. Und das alles mit einem berührenden Gesang der Tina-Darstellerin, der zeigt, wie sehr sich des Lebens Schmerz mit einer Stimme ausdrücken lässt.

Auf dem Weg zurück zum Bus durchs nächtliche Hamburg. 

Auch wenn die nächtliche Beschwernis die Rückfahrt aus der Hansestadt bedrückte, konnte sie dennoch nicht die Leichtigkeit und innere Heiterkeit nach diesem Musical-Besuch bei allen Teilnehmern übertreffen. Dass das Georgianum dieses wertvolle Bildungsangebot macht, ist richtig und wichtig; das hat sich mit der diesjährigen Auswahl wieder mal mehr als bestätigt.

Text: Stefan Roters; Fotos: Jana Müller (Klasse 9b).

 

Festliches Sommerkonzert in vollbesetzter Aula des Georgianum begeistert

50jähriges Jubiläum des Fördervereins würdig gefeiert

Ein festliches Sommerkonzert unter dem Motto „Music made us all unite“ zum 50jährigen Jubiläum des Fördervereins, hat am Donnerstagabend in der vollbesetzten Aula des Gymnasiums Georgianum stattgefunden.

Nicht nur für die Freunde und Förderer der Schule ist dieser Abend ein schöner Grund, die Uhr einmal kurz anzuhalten und zurückzuschauen, Danke zu sagen und sich musikalisch verwöhnen zu lassen“, begrüßte Dr. Karl-Heinz Vehring im Namen des Vorstandes und des Schulleiters Manfred Heuer Lehrer, Schüler, Eltern sowie Ehemalige.

Dr. Karl-Heinz Vehring, Vorsitzender des Fördervereins – Freunde und Förderer des Gymnasiums Georgianum e. V. –begrüßt die Gäste und berichtet über die zurückliegenden und zukünftigen Aufgaben des Vereins.

1969 gegründet, gehört der Förderverein zu den ältesten in Deutschland. In der umfangreichen Chronik ist nachzulesen, wofür die Mitgliedsbeiträge verwendet wurden. Das ursprüngliche Ziel bestand darin, „Lehrkräfte nach Lingen zu locken, denn es herrschte Lehrermangel“, berichtete Vehring. Insgesamt sind in 50 Jahren durch Beiträge und Spenden 300000 Euro der Schule und den Schülern zu Gute gekommen. Dazu gehören Schulprojekte, Ausstattungen für die einzelnen Fachbereiche, Unterstützung für Arbeitsgemeinschaften, Zuschüsse für Kurs- und Klassenfahrten, Hard- und Software für Neue Medien, naturwissenschaftliche Modelle, Experimentierkästen, Theaterrequisiten oder Musikinstrumente. „Die Musizierenden spielen mit Ihrem Geld“, formulierte der Vorstandsvorsitzende doppeldeutig und verwies auf das Motto des Abends: „Music made us all unite“. Auf besonderen Wunsch der Schule hatte der Förderverein als letztes Projekt eine für viele Fächer einsetzbare mobile Bühne großzügig mit 5000 Euro gefördert. Vehring dankte den mittlerweile 230 Mitgliedern, „die höchste Zahl seit Gründung“, für die Beiträge und Spenden aus Privat.- und Unternehmerhaushalten.

Seit drei Jahren singt Melissa aus der 8c, spielt Klavier und Violine, so wie ihre Mitschülerin Karoline, in Georgie´s Groove Orchestra (GGO). „Es macht uns sehr viel Spaß in der großen Gruppe zu spielen“, freuen sie sich.

GGO intoniert den Song „Pricetag“

Mit „House of gold“ und dem Song „Pricetag“ ergibt sich für Bandleader Tobias Bako die Gelegenheit, dem Förderverein herzlichst zu danken. „Auf die Preisschilder, so die Übersetzung, haben Sie nicht immer geachtet, sondern uns Musiker großzügig unterstützt“, und weiß, wem der Applaus gilt. Den erhält auch der Geschäftsführer der Lethmate-Stiftung, Christian Macke. Für etwa 5000 Euro konnte das GGO Instrumente und Equipment für die Band anschaffen, unter anderem das Schlagzeug, das bei diesem Sommerkonzert als „Schießbude“ erstmalig zum Einsatz kam.

Schulleiter Manfred Heuer und die Musikfachschaft bedanken sich bei der Lethmate-Stiftung, namentlich bei Christian Macke, (vorne: 5.v.l.) für die großzügige Spende von 5000 Euro.

Der Musik-Fachschaft ist es wichtig, dass die Schüler gemeinsam ihre Interessen und Stärken präsentieren. „Pop und Klassik schließen sich in dieser Programmabfolge überhaupt nicht aus“, betont Alexander Neubauer.

Musiklehrer Alexander Neubauer dirigiert den Streicherchor und das Jugendorchester Emsland beim Eingangsstück Hunter’s Moon.

Beginnend mit „Hunter’s Moon“ intonierte der Streicherchor mit dem Jugendorchester Emsland, folgte „Memphis, Rockhound, King William’s March“, dargeboten vom Streicherchor und der Streicherklasse. Insgesamt war der erste Teil mit Gesang, Chormusik, Klavierbeiträgen und dem Streichquartett der Musikschule des Emslandes ruhiger, klassischer angelegt.

Die flotten Rhythmen „Samba De Janeiro“ der Klasse 7c bildeten vor der Pause die Klammer für den zweiten, populäreren Mitmachteil.

Die ansehnliche Tanzchoreographie der 10 c hatte „Hand und Fuß.“ Große Geschicklichkeit und Koordination bewies wieder die Cajon-AG unter Leitung von Peter Scholz. „Achtung, eine Durchsage – bitte einmal aufstehen, bitte einmal umdrehen, einmal rechts, einmal links, setzen. Eine aktive „Übung“, die nach 90 Minuten für Heiterkeit und großen Beifall sorgte.Achtung, eine Durchsage. Für Heiterkeit und aktive Teilnahme sorgte die Cajon-AG unter Leitung von Peter Scholz.

Die Nachwuchsband „Relics“ überzeugte mit „Krieger des Lichts“ und „Zombie“.

In seiner Festrede gratulierte Landrat Reinhard Winter dem Förderverein, hob die geleistete Arbeit des Vereins und der Schule hervor. „Sie können stolz sein“, dankte er für das gemeinsame Wirken und wünschte weiterhin einen „beschwingten und mitreißenden Verlauf“, womit er recht behielt.

Landrat Reinhard Winter hält die Festansprache.

Ein facettenreiches Konzert endete mit dem gemeinsamen Song „Shotgun“.

Musiklehrer Alexander Neubauer dirigiert im großen Finale das Stück „Shotgun“.

Zugaberufe, ein stimmungsvolles Schluss-Bild, das niemanden mehr sitzen ließ. „Wenn du mich brauchst, dann weißt du, wo du mich findest“, heißt es. Schulleiter Manfred Heuer griff in seinen Schlussworten diese Liedzeile auf und dankte allen für das „bunte Programm an diesem wunderbaren Abend.“

Schulleiter Manfred Heuer (4.v.l.) bedankt sich beim Vorstand des Fördervereins und seinem Kollegen, StD Martin Hess (rechts).

Großer Dank, große Anerkennung für den Förderverein, die Musikfachschaft und Mitwirkenden.

Ein großartiges Sommerkonzert, das mit stehendem Beifall bedacht wird.

Text und Fotos: Johannes Franke

Impressionen vom Sommerkonzert zum 50jährigen Jubiläum des Fördervereins

Auf Einladung des Fördervereins unserer Schule gestalteten am vergangenen Donnerstag (6. Juni 2019) Schülerinnen und Schüler des Georgianums ein festliches Sommerkonzert. Mit Tanzdarbietungen und mit Beiträgen verschiedener Musik-Ensembles bedankte sich die Schulgemeinschaft herzlich für die nunmehr fünf Jahrzehnte währende Unterstützung von schulischen Projekten, Initiativen und Wettbewerben durch den Förderverein.

Impressionen dieser würdigen und feierlichen, heiteren und unterhaltsamen Veranstaltung präsentiert das folgende Video.

Video: Janis Budde, Schülerzeitung; Text: Stefan Roters.

Demokratische Willensbildung am Georgianum

Galt es für all jene, die das gesetzliche Wahlalter von 18 Jahren bereits erreicht haben, am vergangenen Sonntag (26. Mai) das europäische Parlament zu wählen, konnten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 11 des Georgianums ihre Stimme im Rahmen der JUNIORWAHL ZUR EUROPAWAHL drei Tage zuvor (23. Mai) abgeben und so zusammen mit einer halben Million weiterer Jugendlicher unter 18 ihre politische Meinung kundtun.

Zwar kommen die Stimmen der JUNIORWAHL den zukünftigen Mandatsträgern des EU-Parlaments nicht unmittelbar zu Gute, ein deutliches Zeichen sind sie allemal: ein Zeichen für demokratisches Bewusstsein, für politisches Interesse und für Meinungsbildung junger Menschen!

Die Klasse 10e im Wahllokal: Erst nach einem Abgleich mit dem Wählerverzeichnis erhalten die Schüler den Stimmzettel. Für die Wahlkommission im Einsatz waren hier aus der 10a: Can Teckert und Mattis Lindemann, Niklas Stege (im Vordergrund) koordinierte den Zeitplan.

Durch die tatkräftige Unterstützung der Klassen 10c und 11c, die mit Frau Schlagge Plakate über die großen Parteien und ihre Spitzenkandidatinnen und -kandidaten erstellte, sowie insbesondere durch das Engagement der Klasse 10a, die mit Herrn Schmid die Juniorwahl am Georgianum vorbereitete und durchführte, konnten über 350 Schülerinnen und Schüler ihre Stimme abgeben. Gewählt wurde dabei so „realistisch“ wie möglich: Jede wahlberechtigte Schülerin und jeder wahlberechtigte Schüler erhielt im Vorfeld eine persönliche Wahlbenachrichtigung und wurde in ein offizielles Wählerverzeichnis eingetragen. Am Wahltag selbst musste diese Benachrichtigung neben einem Lichtbildausweis vorgezeigt werden, erst dann gab es den Stimmzettel – dem Original entsprechend – der abschließend in der versiegelten Wahlurne landete.

Eine Stimme konnten die Schülerinnen und Schüler unter den 40 zur Wahl stehenden Parteien vergeben. Da lohnte sich ein vertiefender Blick auf den Stimmzettel. Im Hintergrund für die Wahlkommission zu sehen sind Mattis Lindemann und Antonia Lippert.

Der Klassenraum der 10a wurde dafür eigens zu einem Wahllokal umfunktioniert, in dem die Wahlkommission den ordnungsgemäßen Ablauf der Juniorwahl gewährleistete. Das Auszählen der abgegebenen Stimmzettel erfolgte zügig und nach dem Viel-Augen-Prinzip; mehrfach wurden die Stimmen gezählt und letztlich das Endergebnis festgestellt.

Und dieses überraschte dann aber doch ein wenig: Mit 41% aller gültigen Stimmen sind die Grünen dieGewinner der Juniorwahl am Georgianum, die „großen“ Parteien folgen mit deutlichem Abstand (SPD mit 13% und CDU mit 11,6%). Die bundesweite JUNIORWAHL bestätigt diesen Trend; auch hier sind die Grünen mit über 33% den anderen Parteien enteilt.

Vor der Wahl: Zur inhaltlichen Vorbereitung der Klassen auf die Juniorwahl stellten die Klassen 10c und 11c die wichtigsten Informationen zu den großen Parteien zusammen. Auch der digitale Entscheidungshelfer der Bundeszentrale für politische Bildung Wahl-o-matwurde dabei näher vorgestellt.

Eine umfassende Übersicht über die Ergebnisse der JUNIORWAHL ZUR EUROPAWAHL 2019 am Georgianum und die bundesweite Stimmverteilung findet ihr weiter unten.

Text: Markus Schmid; Fotos: Stefan Roters

 

 

Der Stuhl der WeisIn – Semimarfach Rhetorik präsentiert „Die Physiker“

Mit einer knapp einstündigen Inszenierung dieses bekannten Dramas des Schweizer Schriftstellers Friedrich Dürrenmatt begeisterten die 21 Schülerinnen und Schüler ihr Publikum in der Aula des Gymnasiums Georgianum. Unter der künstlerischen Leitung von Frau Tilmann-Bürger gelang es der Spielschar aus dem 12. Jahrgang, den Dramentext mit dramaturgischen Kniffen eindringlich wirken zu lassen.

In einem spärlich dekorierten Bühnenraum führen die Seminarfach-Akteure die Zuschauer ein in den Kosmos eines ehemaligen Sanatoriums, das nun – zu einem Irrenhaus umgebaut – zum Ort dreier Morde und zur Bewahranstalt dreier vermeintlich verrückter Mörder wird. Nicht nur im modus operandi gleichen sich die Taten dieser Anstaltsinsassen, sondern sie verbergen damit auch alle ein Geheimnis, das die Vertreter des Staates in persona des Inspektors nicht aufdecken können.

Für sie, Krankenschwester Monika (re.), ist es verzehrende Liebe – für ihn, Möbius (li.), eine zu enge Beziehung, die seine Tarnung gefährdet. Und im Hintergrund – der Stuhl.

Denn scheint dem Polizisten die Ermordung der drei Pflegerinnen schnell als eine irre Tat von Verrückten. So wird dem Publikum schnell deutlich, dass die ermordeten Krankenschwestern nicht wegen eines irren Zufalls zu Opfern geworden sind, sondern ob eines unbarmherzig taktischen Kalküls. Es zeigt sich nämlich, dass diese drei ,Geisteskranken‘ ihren Zustand absichtsvoll vortäuschen – entweder indem sie vorgeben, Newton oder Einstein zu sein, oder indem sie sich als Vollstrecker des höheren Willens von König Salomo ausgeben. Alle drei Patienten, Kilton (Newton), Eisler (Einstein) und Möbius, sind Physiker und bewahren mit tödlicher Konsequenz ihr Geheimnis, dem ihre Pflegerinnen auf die Spur gekommen sind und das sich im Kern um den Patienten Möbius dreht.

Ein Moment komischer Dramatik, wenn sich Newton (li.) und Eisler mit ihren ,Waffen‘ bedrohen, um sich gegenseitig bei Möbius (sitzend) auszustechen.

Eben dieser Möbius ist ein physikalisches „Genie“, das mit seiner neuen Feldtheorie unvorstellbare Energien freisetzen könnte, was ihn so interessant für ausländische Geheimdienste macht, als deren Vertreter sich Kilton und Eisler alsbald offenbaren. Beide versuchen, Möbius für ihr Land, für ihr System zu gewinnen. Der aber will seine Erkenntnisse nicht der „Machtpolitik eines bestimmten Landes“ zur Verfügung stellen. Seine Maxime ist, die Menschheit vor dem Untergang durch seine Entdeckungen zu bewahren – deswegen seine geistige Immigration, mit der er seine Familie verliert, deswegen auch die Verbrennung seiner Manuskripte, mit der seine 15jährige Forschungsarbeit vernichtet. Es gelingt ihm, seine beiden ,irren‘ Wissenschaftskollegen davon zu überzeugen, für immer im Sanatorium zu bleiben, um das Geheimnis vor der Welt zu bewahren. Doch sie ahnen nicht, dass sie schon seit langem durchschaut worden sind, dass sie gefangen sind – im Intrigennetz der Anstaltsleiterin von Zahnd. Sie offenbart sich als ,getreue Gehilfin‘ des goldenen Königs (Salomo), der ihr befohlen haben will, alle Gespräche der Physiker abzuhören und alle Aufzeichnungen von Möbius zu kopieren.

Treibt zum eigenen Nutzen ihr hinterhältiges Spiel mit ihren Patienten – Frau Dr. von Zahnd (li.)

Verzweifelt müssen die Forscher (s.o.) erkennen, dass die „verrückte Irrenärztin“ ein weltumspannendes Unternehmen gründet, dass letztlich ihre Taten und eigenen Opfer sinnlos gewesen sind.

Sinnvoll dagegen ist und bleibt jede Aufführung in Schule und Gegenwart. Denn auch 57 Jahre nach der Uraufführung bleibt das Drama über die Verantwortung der Wissenschaft überaus aktuell. Mit ihrer Aufführung reihten sich die begeisternden Schauspielerinnen und Schauspieler ein in die lange Kette der Mahnenden. Und dass das so zeitgemäß gut gelang, gründete auf einer intensiven Bearbeitung und einer geschickten dramaturgischen Umsetzung. Neben einer sinnhaften Überarbeitung des Textes, um die Textmenge für die kurze Erarbeitungszeit erlernbar zu machen, betonte die Schulaufführung – ganz Dürrenmatt verpflichtet – das Komödiantische des Stücks.

Mit einem offen auf der Bühne agierenden Souffleur (re.) konnten nicht nur allzu lange Texthänger vermieden, sondern auch wichtige Inhalte komprimiert dem Publikum vermittelt werden.

Dazu diente auch die Einbindung einer neuen Figur in das Stück – der Stuhl (s.o.). Aus den Proben heraus von den Schülern entwickelt, überrascht die Zuschauer seine Existenz, begründet sie aber zugleich einfach sinnfällig, wenn der Stuhl – hinter den Agierenden – durch Text, Mimik und Gestik für die begeisterten Theaterbesucher an diesem Abend mal zum Gewissen, mal zum Kommentator, mal zum Orakel der Handlung – und so gleichsam zum Stuhl der WeisIn wird.

Als Vertreter der Schulleitung überreichte Herr Heß (re.) zunächst der künstlerischen Leitung, Frau Tilmann-Bürger (4. von li.), ein Präsent und darauf…

allen Mitwirkenden eine kleine Gabe der Anerkennung für diese fantastische Leistung nach der langwierigen und mühevollen Erarbeitung des Stücks im Seminarfach.

Text und Fotos: Stefan Roters.

Eine Warnung, nicht alles technisch Machbare umzusetzen

Das Seminarfach „Szenische Darstellung“ lädt Eltern und Schüler, Lehrer und Theaterbegeisterte zur Aufführung der dramatischen Komödie „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt ein. Die 20 Schülerinnen und Schüler präsentieren am Sonntag, den 10. März 2019, um 17:00 Uhr in der Aula des Gymnasiums Georgianum unter der Leitung von Frau Tilmann-Bürger ihre Interpretation des Dramas in zwei Akten.

Intensive und gemeinschaftliche Proben gingen der Aufführung voraus.

Oberflächlich ein Haus der Irren, doch bei näherer Betrachtung geben die drei Hauptfiguren, allesamt scheinbar Physiker, ihre geistige Krankheit nur vor. Einer behauptet, er sei Albert Einstein, der zweite glaubt, Isaac Newton zu sein, und der dritte ist Johann Wilhelm Möbius. Und nur dieser ist tatsächlich Forscher und Entdecker einer furchtbaren Weltformel, vor der er die Menschheit schützen will. Die beiden anderen sind in Wahrheit Spione verschiedener Systeme, deren Ziel es ist, die Geheimnisse und Ergebnisse von Möbius in die Hand zu bekommen. Durch zwei Morde an Krankenschwestern in der Anstalt beginnen die Ermittlungen der Polizei und bringen Unruhe in die Welt der drei ,Physiker‘.

Im Zentrum des Stücks, das vor 57 Jahre in Zürich uraufgeführt worden ist, steht die Frage nach der Verantwortung der Wissenschaft für die zuweilen zweifelhaften Folgen ihrer Forschung für die Menschheit.

Text: Stefan Roters. Foto: Mareike Brinker

 

„Die Champions League der (Schul)Orchester“ – Frenswegen 2019

Vom 22.1 bis zum 27.1 waren 114 Schülerinnen und Schüler von vier niedersächsischen Gymnasien an einem großen Orchesterprojekt im Kloster Frenswegen bei Nordhorn beteiligt. Begleitet wurden sie von acht Lehrkräften. Am Freitag, Samstag und Sonntag folgten nach harten Proben grandiose Konzerte in Nordhorn, Bersenbrück und Melle, die die Zuschauer sehr überzeugt haben.

Die Musiker in der Aula des Evangelischen Gymnasiums Nordhorn.

„Man könnte diese Leistung mit der Champions League der Orchester vergleichen“, so Herr Scheele vom Evangelischen Gymnasium in Nordhorn nach dem Auftaktkonzert in der Aula der Schule. Trotz der anspruchsvollen, achtstündigen Proben täglich ließen sich die jungen Musiker nichts anmerken und erbrachten eine erstklassige Leistung. Zum Einstieg wurde dem Publikum die lebhafte Ouvertüre aus „Die Meistersinger“ von Richard Wagner, einem bekannten Komponisten der Spätromantik, geboten. Nach dem durchaus verdienten Applaus und Standing Ovations wurde das Ende des Stückes als Zugabe gespielt.

Als besondere Highlights galten die zwei Film- und Musicalkompositionen. Zum einen eine Suite aus „Star Wars“ des Filmmusikproduzenten John Williams und zum anderen Auszüge aus „Les Misérables“, arrangiert von Bob Lowden. Aber auch klassische Stücke wie der „Ägyptische Marsch“ von Johann Strauss oder auch „Sinfonie Nr.7 in A-Dur, 2.Satz: Allegretto“ des berühmten Komponisten Ludwig van Beethoven faszinierten das Publikum. Zudem wurde ein reines Bläserarrangement der „Symphonie fantastique“ von Hector Berlioz vorgeführt. Als ganz besondere Solodarbietungen galten das Klarinettenkonzert von Carl Maria von Weber und ein Konzert für zwei Violinen von Johann Sebastian Bach.

Jedes Stück wurde jeweils von einer anderen Lehrkraft einstudiert und dirigiert. Mit dabei waren vom Gymnasium Bersenbrück: Jana Barlage, Maike Brockmeier und Jennifer Mühlsteff; vom Gymnasium Melle: Jan Mons, Petra van Verth und Eva-Maria Witte; von Evangelischen Gymnasium Nordhorn Andrea Giesecke von Bergh und von unserer Schule Alexander Neubauer.

Herr Neubauer mit allen Lingener Schülerinnern und Schülern.

Alle Schülerinnen und Schüler freuen sich schon sehr auf das nächste Orchestertreffen 2020 in Frenswegen und haben von dieser Fahrt sehr viel Positives mitgenommen.

Text: Lena Holthus und Till Schulz; Fotos: Herr Neubauer

Dem Aug so fern, doch dem Ohr so nah – Gravitationswellen wackeln sich durchs Weltall

Bass erstaunt verfolgten Oberstufenschülerinnen und -schüler in der Aula unserer Schule am vergangenen Donnerstag (10. Januar 2019) dem Vortrag von Dr. Benjamin Knispel vom Institut für Gravitationsphysik aus Hannover. Auf Initiative von Herrn Fink stellte der Physiker allen Zwölftklässlern vom Georgianum sowie interessierten Schülern der BBS Technik und des Franziskusgymnasiums nicht nur medial anschaulich die theoretischen Grundlagen vor, sondern zeigte auch den hohen technischen Aufwand für die Entdeckung der Gravitationswellen und deren Nutzen auf.

Die Schülerinnen und Schüler der Physik-Kurse begrüßten vor der Veranstaltung Herrn Dr. Knispel (vorne, 2. v. re.) zusammen mit ihren Lehrern sowie dem Initiator der Veranstaltung, Herrn Fink (vorne, 1. v. li.).

Ihm, Albert Einstein (li.), gelang die Beschreibung der theoretischen Grundlagen der Gravitationswellen, dem zweiten, Herrn Knispel, in Zusammenarbeit mit vielen anderen Wissenschaftlern der Beweis von Einsteins Annahmen. 

Knapp 100 Jahre nach der theoretischen Beschreibung durch die Einsteinische Relativitätstheorie gelang es im September 2015 einem internationalen Forscherteam von 1700 Wissenschaftlern aus 18 Ländern, Gravitationswellen, das Wackeln des extraterrestrischen Raumes, für den Menschen wahrnehmbar und so zuvor weit entfernte kosmische Ereignisse nachweisbar zu machen. Denn bis dato sei – so Knispel – durch solche Teleskope, die allein auf elektromagnetischer Technik (z.B. Licht) basieren, nur ein winziger Prozentsatz der kosmischen Materie für den Menschen erkennbar gewesen. Dieser erweiterte Zuwachs über den Kosmos basiere auf der Annahme, dass es eine enge Verknüpfung zwischen Raum und Zeit gebe, dass diese Dimensionen nicht getrennt voneinander betrachtet werden könnten, sondern als sog. Raumzeit existiere. Und eben diese Raumzeit, so die Idee von Einstein, werde nun durch große Massen als quasi weitere Dimension (z.B. in Form von Sternen, Planeten oder schwarzen Löchern) gekrümmt, so, als wenn man einen Apfel auf einen flachen Wackelpudding legen würde. Diese Krümmung der Raumzeit, die der Mensch als Schwerkraft wahrnehme, verändere sich nun, wenn zwei Massen im Weltall in Bewegung gerieten, wenn sie sich beispielsweise umrunden würden. Dann erzeugten zwei Sterne oder zwei schwarze Löcher nicht nur eine einfache Krümmung der Raumzeit, sondern gleichsam Wellen, die sich durch das All ausbreiteten, ähnlich einem leichten Kräuseln auf der Wasseroberfläche eines Teiches bei seichtem Windgang. Diese Wellen, eben die sog. Gravitationswellen, würden sich mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten und so Rückschlüsse darauf ermöglichen, wie weit weg ein kosmisches Ereignis (wie z.B. die Entstehung eines schwarzen Loches) geschehen sei. Denn führe man sich nochmals das Wackelpudding-Modell vor Augen, so übertrage sich das Wackeln des astronomischen Ereignisses, eben die von ihm ausgesandten Gravitationswellen, durchs gesamte All. Für kurze Zeit werde nun beim Durchgang einer solchen Gravitationswelle – vereinfacht gesagt – der Raum gestaucht und gedehnt. Das sei aber ein solch winziger Effekt, dass, wenn man ihn auf die Entfernung zwischen Sonne und Erde (ca. 150 Mill. Kilometer) projiziere, sich die Strecke um den Durchmesser eines Wasserstoffatoms länge.

Um diesen Ausschlag des kosmischen Wackelns überhaupt messen zu können, würden im Forschungsverbund sog. Interferometer eingesetzt, die eine so kleine Veränderung von Strecken mithilfe von Lasern ermitteln und in hörbare Audio-Frequenzen umsetzen könnten. Gleichsam wie Mikrophone für die Gravitationswellen würden die insgesamt vier Interferometer auf der Erde den Kosmos nach dem Wackeln des Alls detektieren. Die so gewonnenen Daten einer Welle werde dann im Folgenden durch Großrechner, die den Interferometern angeschlossen seien, aufgearbeitet, sodass, wenn das kosmische Hintergrundrauschen bearbeitet worden sei, ein hörbares „Wupp“, einem Herzschlag gleichend, das kosmische Ereignis kennzeichnet.

Bisher hätten diese großen und zum Teil unterirdischen Messinstrumente (s.o.), die – wie große Dreiecke aufgebaut – eine Schenkellänge von bis zu zwei Kilometern besäßen, insgesamt 30 Ereignisse wie die Verschmelzung von schwarzen Löchern ermittelt. Aufgabe der Wissenschaft werde es in Zukunft sein, eine Art „Volkszählung“ zu den schwarzen Löchern durchzuführen.

Auch wenn diese kosmische Grundlagenforschung vom Alltag erstmal einmal weit weg sei, habe dennoch gerade die neu- bzw. weiterentwickelte Lasertechnik zur Detektion der Gravitationswellen schon ihren praktischen Nutzen bewiesen. So gelinge es gerade wegen der hohen Empfindlichkeit dieser Laser den Satelliten der Weltraummission „Grace follow on“, versteckte Grundwasservorkommen zu ermitteln. Denn beim Überflug verändere das verborgene Grundwasser die Stärke der Gravitation messbar. So eingesetzt, unterstreiche das – wie Knispel zum Schluss hervorhob – die Wichtigkeit der Grundlangenforschung auch im Bereich der Astronomie.

Text und Fotos: Stefan Roters.

„Alle müssen alles können“ – Freiwillige Feuerwehr zu Gast in Radio-Sendung

Schon Grisu, der kleine Drache, war sich sicher: „Ich will Feuerwehrmann werden!“ Wie das geht werden Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Lingen in der nächsten Radiosendung der Schülerzeitung GG[e:]bloggt verraten. Die Sendung läuft am 21.01.2019 ab 18:00 Uhr auf der Ems-Vechte-Welle (UKW 99,3).

Zu einem Vorgespräch besuchten wir von der Schülerzeitung im Dezember 2018 die Freiwillige Feuerwehr an der Bäumerstraße und stellen viele Fragen rund um das Thema Feuerwehr und deren Aufgaben.

Herr Schmidt, Ortsbrandmeister (li.), und Herr Herbers (re.), Presseverantwortlicher der Lingener Feuerwehr, zeigten uns wichtige Gerätschaften, mit denen die vielen Aufgaben bewältigt werden – wie z.B. die Rettungsschere und den Rettungsspreizer (vorne im Bild).

Für brandgefährliche Einsätze führen die Einsatzwagen der Feuerwehr auch Atemschutz mit.

Bereits im ersten Treffen wurde deutlich, dass die aktiven Wehrleute trotz der Spezialisierung für die technische Hilfeleistung und die Brandeinsätze im Grunde alle Tätigkeiten beherrschen müssen. „Bei uns werden alle so ausgebildet, dass alle alles können“, betonte Herbers .

Neun Mann passen auf ein großes Einsatzfahrzeug.

Sowohl Herr Herbers als auch Herr Schmidt werden uns Fragen zur 152-jährigen Geschichte der Feuerwehr in Lingen und zum aktuellen Einsatzgeschehen beantworten.

Weitere Themen der 60-minütigen Sendung werden die Aufnahmevoraussetzungen sowie die Arbeit in der Kinder- und Jugendfeuerwehr sein. Außerdem geht es um die Ausrüstung und Ausbildung der Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden.

Text: Jakob Sturm, Fotos: Stefan Roters.