Exkursion Landesarchiv Osnabrück

Am 23. Februar 2026 unternahmen Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 11 im Rahmen des Projekts „Die Justizvollzugsanstalt Lingen: Denkmalschutz – betreten verboten?“ eine Exkursion nach Osnabrück zum Niedersächsisches Landesarchiv – Abteilung Osnabrück. Die Fahrt fand im Kontext des bundesweiten Schulprogramms der Deutsche Stiftung Denkmalschutz („denkmal aktiv“) statt.

(v.l.) Catarina, Adriana, Florian, Maksim, Alira, Jella und Fr. Späth.

Im Landesarchiv arbeiteten die Teilnehmenden mit zeitgenössischen Originalquellen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Anhand von Akten über Häftlinge der JVA-Lingen und der Emslandlager erhielten sie Einblicke in historische Verwaltungsabläufe, Vergehen und Strafen der Häftlinge sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen der jeweiligen Zeit. Besonders wertvoll war die unmittelbare Begegnung mit den Originaldokumenten, die den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Zugang zur Geschichte der regionalen Justiz eröffnete.

Originalpersonalakte zu einem Häftling, der in der Haft in Lingen Selbstmord begangen hat.

Die Exkursion vertiefte die Projektarbeit zur Geschichte und zum Denkmalwert der Justizvollzugsanstalt Lingen. Die im Archiv gewonnenen Erkenntnisse bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Auseinandersetzung mit Fragen des Denkmalschutzes, der Nutzung historischer Bauten und deren Vermittlung an die Öffentlichkeit. Insgesamt wurde die Fahrt von den Teilnehmenden als sehr bereichernd und motivierend für die weitere Projektarbeit erlebt.

Text und Fotos: Yasmine Späth