Motivation ist nach den beiden Psychologen Edward Deci und Richard Ryan von der Universität Rochester in New York E³. Sie beruht nach der von ihr entwickelten Selbstbestimmungstheorie auf Eigenständigkeit, Erfolg und Eingebundensein. Und die ist beim Schwimm-Nachwuchstalent Fabio Berendes so richtig hoch. Bei seinem Besuch am Georgianum gab der Emsbürener tiefe Einblicke in sein Leben und seinen bisherigen Werdegang.
Eigenständig entschied Fabio sich für den steinigen Weg in Richtung Weltspitze. Er wechselte die Schule, vom Georgianum an die BBS, machte sich auf Polizist zu werden und blendete für diesen Werdegang vieles im Leben aus. „In der Woche trainiere ich sechs Mal in Osnabrück und vier Mal vor der Schule hier“, so der jetzt 18-jährige, der für den VfL Osnabrück schwimmt. „Diese Liebe muss nahezu unendlich groß sein“, sagte Lehrkraft Martin Glosemeyer. „Denn ansonsten kann es nicht klappen.“
Auch Erfolg hat Fabio. Erst 2025 wurde er für die Junioren-Europameisterschaft nominiert und nahm in der Slowakei an diesem großen Event teil. Mit Stolz trug er bei seinem Besuch am Georgianum das T-Shirt mit dem Adler auf der Brust. „Zur Europameisterschaft sind wir mit 40 Leuten geflogen. Das war ein Highlight. Wir haben dort auch Badekappen mit Schwimmern anderer Nationen getauscht“, berichte Fabio.
Das zeigt auch sein Eingebundensein ins Team der deutschen Junioren-Nationalmannschaft. Und natürlich seine Zugehörigkeit beim VfL Osnabrück. Zum Training fährt Fabio mit seinem Freund sechs Mal die Woche den 45-minütigen Weg nach Osnabrück. „Dieser Weg hat seinen Preis“, sagt Lehrer Martin Glosemeyer. „Man muss es unendlich lieben und jeden Morgen feiern, damit dieser Weg ein Weg des Erfolgs ist und bleibt.“
Fabio bedankte sich mehrfach für die Einladung zurück zu seiner alten Schule, die er in guter Erinnerung hatte und nicht aufgrund von mangelnden Leistungen verlassen hatte. Auch diesen Schritt ging Fabio für den Erfolg. „Fabio war und ist ein grundehrlicher Mensch, der immer gute Laune hatte. Ihn habe ich in mein Herz geschlossen“, sagte Lehrerin Wilma Stadtherr, die genauso wie Lehrer Henning Bach, Fachobmann Marc Kaufhold sowie Schulleiter Lucas Sieberg den 18jährigen am Georgianum willkommen hießen.
Die Sportklasse genoss dann 90 Minuten hochklassigen Unterricht mit Tipps vom Experten. Fabio gab den sportbegeisterten Kids, die zwei Mal die Woche Sport haben und jeder für sich ihren Sport gefunden haben oder noch suchen, eine Einführung ins Kraulschwimmen. Mit bekannten Übungen wie Hundepaddeln aber auch mit individuellen Rückmeldungen zum Beinschlag, zum Armschlag und zur Atmung machte er sich auch schnell bei den Kindern beliebt. „Ich habe mich riesig gefreut, dass Fabio hierhergekommen ist“, so Lehrer Martin Glosemeyer, der sich noch genau an die gemeinsamen Turnstunden und den Jugend trainiert für Olympia Auftritt beim Gerätturnen erinnerte. „Fabio ist ein Allroundtalent. Er lernt jeden Sport in Windeseile.“ Besonders Theo und Jana Mia wirkten auf Wolke sieben an diesem Vormittag. Denn sie lieben das Schwimmen und lauschten noch aufmerksamer als sonst auf seine Worte.
Und die Sportklasse hatte noch Geschenke parat. Fabio bekam eine große Tafel Schokolade mit dem Aufdruck „Goldschatz“. Denn die meisten Kids aus der Sportklasse lieben Schokolode. Und als ein Goldschatz präsentierte sich Fabio auch heute. Daneben gab es das Lieblingslesezeichen, das die Kids und Sportlehrer Glosemeyer auswendig vortrugen sowie den Sportklassenbleistift, dessen fünf Eigenschaften zu einem friedlichen Leben und zu einem unterstützenden Miteinander führen. Ein Aspekt ist die Miene im Inneren des Bleistifts. „Schaue immer auf das was in dir und in anderen passiert“, erklärten die Kids dann dem 18jährigen, der damit heute auch noch was lernen konnte.
Von Herzen wünschen wir dir Fabio alles Gute und sagen auch hier nochmal Danke. Und wir stimmen fleißig für dich ab bei der Wahl zum Nachwuchssportler des Jahres 2026: https://www.noz.de/sport/lokalsport-emsland/artikel/sportlerwahl-emsland-2026-nominiert-sind-diese-neun-sportler-49876298








Autor: Martin Glosemeyer
Bilder: Jennifer Beel, Martin Glosemeyer









